Frankreich – Macrons Premier ging in Deutschland zur Schule

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FrankreichMacrons Premier ging in Deutschland zur Schule

Der neue französische Präsident Emmanuel Macron hat den 46-jährigen Republikaner Édouard Philippe zum Premierminister ernannt. Der Konservative hat einen Deutschland-Bezug.

(FILES) This file photo taken on February 1, 2016 shows French Economy Minister Emmanuel Macron (R) shaking hands with mayor of Le Havres Edouard Philippe during the MSC Meraviglia cruise ship coins ceremony at the STX shipyards in Saint-Nazaire, western France.
Edouard Philippe was appointed French Prime Minister on May 15, 2017. / AFP PHOTO / LOIC VENANCE

(FILES) This file photo taken on February 1, 2016 shows French Economy Minister Emmanuel Macron (R) shaking hands with mayor of Le Havres Edouard Philippe during the MSC Meraviglia cruise ship coins ceremony at the STX shipyards in Saint-Nazaire, western France.
Edouard Philippe was appointed French Prime Minister on May 15, 2017. / AFP PHOTO / LOIC VENANCE

AFP/Loic Venance

Der gemäßigt konservative Politiker Edouard Philippe wird neuer französischer Premierminister. Staatschef Emmanuel Macron ernannte den 46-jährigen Abgeordneten und Bürgermeister der nordfranzösischen Hafenstadt Le Havre am Montag zum Regierungschef, wie der Präsidentenpalast mitteilte.

Macron will vor der Parlamentswahl im Juni ein breites politisches Bündnis schmieden, um eine Regierungsmehrheit für seine sozialliberalen Reformvorhaben zu gewinnen. Philippe, der sein Abitur in Bonn machte und Deutsch spricht, ist seit 2010 Bürgermeister von Le Havre und genießt in der Stadt großes Ansehen.

Klares Signal ans konservative Lager

2012 wurde er in die französische Nationalversammlung gewählt. Der langjährige Vertraute des früheren Premierministers und Mitte-Rechts-Politikers Alain Juppé war der breiteren Öffentlichkeit aber bislang unbekannt. Philippe löst den Sozialisten Bernard Cazeneuve als Premierminister ab.

Mit Philippes Ernennung sendet Staatschef Macron ein klares Signal an das konservative Lager. Der Präsident will möglichst viele Politiker anderer Parteien dazu bewegen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Das dürfte sich auch in der Zusammensetzung des Kabinetts widerspiegeln. Die Vorstellung der vorläufigen Regierungsmannschaft wird für Dienstag erwartet.

(L'essentiel/jdr)

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