Großregion – Männer schießen Bälle mit Drogen ins Gefängnis

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GroßregionMänner schießen Bälle mit Drogen ins Gefängnis

ARLON – In der Not konnten Insassen des Arlon-Gefängnisses auf die Unterstützung von zwei Tennis spielenden Drogenkurieren zählen. Doch fehlende Präzision erweckte Verdacht.

Das Gefängnis in Arlon war Schauplatz einfallsreicher Drogenkuriere.

Das Gefängnis in Arlon war Schauplatz einfallsreicher Drogenkuriere.

L'essentiel/Frédéric Lambert

Der Einfallsreichtum von Gefängnisinsassen ist groß. Dies beweist ein Fall von Drogenschmuggel im belgischen Gefängnis von Arlon. Wie die Zeitung La Meuse am Dienstag berichtet, wurden demnach kürzlich zwei Personen verhaftet, die die Insassen offenbar mit Drogen versorgten, indem sie mit Drogen gefüllte Tennisbälle ins Gefängnis schossen, die die Häftlinge bei ihrem täglichen Ausgang aufsammelten.

Laut der belgischen Regionalzeitung fanden die Vorfälle nach dem 7. Dezember 2020 statt, als die Besuche in den Gefängnissen aufgrund von Hygienemaßnahmen eingeschränkt wurden. Wie La Meuse schreibt, häuften sich derartige Vorkommnisse in belgischen Gefängnissen, seit mit Beginn der Corona-Pandemie die Besuche von Inhaftierten strenger reguliert wurden.

Die Wärter des Arlon-Gefängnisses wäre die raffinierte List demnach nicht sofort aufgefallen. Entlarvt wurden die Tennis-Cracks durch ihre mangelnde Präzision. Denn viele Bälle landeten an einem für die Gefangenen unzugänglichen Bereich – und begannen sich auffällig zu häufen. Dies erregte Verdacht und führte demnach zu mehreren Durchsuchungen der Zellen.

(fl/L'essentiel)

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