Infografiken – Männer und Ungebildete finden Trump toll

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InfografikenMänner und Ungebildete finden Trump toll

Verglichen mit früheren Wahlen haben die Republikaner dank Trump in unteren Einkommensschichten Boden gutgemacht. Bei den Frauen konnte er nicht punkten.

Wie konnte Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl gewinnen? Betrachtet man die Entwicklung von Wahltendenzen verschiedener Bevölkerungsteile in den USA, wird das Resultat verständlicher. Die «New York Times» hat sich unter anderem angeschaut, wie Frauen, verschiedene Ethnien sowie arme und reiche US-Bürger bei den vergangenen vier US-Wahlen abgestimmt haben. Die meisten Präferenzen haben sich deutlich zugunsten der Republikaner verändert, wie einige Beispiele zeigen.

Diese Grafik zeigt, dass die Unterstützung für die Demokraten in den unteren Einkommensschichten, die traditionell eher demokratisch wählen, 2016 im Vergleich zu 2012 stark abgenommen hat. Zwar stimmen einkommensschwache Wähler immer noch eher demokratisch ab, aber die Vorliebe ist viel weniger ausgeprägt als noch vor vier Jahren. Das zeigt, dass Trump mit seinen populistischen Äußerungen in der unteren Mittelschicht Boden gutgemacht hat. Unter den wohlhabenden US-Bürgern mit mehr als 200.000 US-Dollar Jahreseinkommen hat sich die sonst republikanische Wahltendenz dagegen abgeschwächt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn man die Bildung bei weißen Wählern in Betracht zieht. Die Daten verdeutlichen, wie weiße US-Bürger mit und ohne College-Abschluss abgestimmt haben. Zwar ist die weiße Bevölkerung generell eher republikanisch eingestellt, doch während Trump bei den weniger gebildeten Leuten massiv Wähler mobilisieren konnte, haben die Republikaner bei Wählern mit höherer Bildung an Rückhalt verloren.

Wenn man sich anschaut, wie ausgeprägt demokratische und republikanische Wahltendenzen innerhalb der einzelnen Ethnien sind, fällt auf, dass innerhalb aller ethnischer Gruppen – selbst unter den Afroamerikanern – die Unterstützung für die Demokraten gegenüber 2012 abgenommen hat. Der Rückhalt für die Republikaner unter der weißen Bevölkerung hat gegenüber 2012 leicht zugenommen.

Hätten in den USA nur Frauen das Stimmrecht, wäre Hillary Clinton Präsidentin geworden. Frauen stimmten bei der US-Wahl 2016 noch demokratischer ab als sonst. Bei den Männern hingegen sorgte Trump dafür, dass ihre Tendenz zu den Republikanern noch stärker ausgeprägt war als bei den Wahlen zuvor.

(L'essentiel/mlr)

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