Luxemburg - Frankreich – «Magisches Viereck» gegen Luxemburg

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Luxemburg - Frankreich«Magisches Viereck» gegen Luxemburg

LUXEMBURG - Blanc will seine Elf gegen Luxemburg offensiv einstellen. Hinter Sturmspitze Benzema soll ein «magisches Viereck» mit Ribéry, Gourcuff, Nasri und Malouda wirbeln.

Joel Kitenge (16) grätscht Yoann Gourcuff (8) im Hinspiel in Metz (0:2) den Ball vom Fuß. beide sehen sich am Freitag Abend im Stade Josy Barthel wieder.

Joel Kitenge (16) grätscht Yoann Gourcuff (8) im Hinspiel in Metz (0:2) den Ball vom Fuß. beide sehen sich am Freitag Abend im Stade Josy Barthel wieder.

AFP

Blanc hat den Weltmeister von 1998 sportlich wieder auf Vordermann gebracht, unter anderem mit Prestigeerfolgen gegen England und Rekordweltmeister Brasilien. Nun sollen auch noch die WM-Verlierer wieder integriert und die verärgerten Fans überzeugt werden.

Fans haben WM-Fiasko nicht vergessen

In Online-Foren äußern sich einige Fans jedoch ablehnend: «Wenn sie (Ribéry und Evra) Stammspieler sind, werden wir (die Mannschaft) boykottieren.»
Franck Ribéry tritt den Gang nach Canossa an. Wenn der Bayern-Star an diesem Freitag neun Monate nach dem WM-Fiasko sein umstrittenes Comeback in der französischen Nationalmannschaft feiert, kommt es für ihn in Luxemburg nicht nur zu einem einfachen EM-Qualifikationsspiel gegen die Kicker aus dem Großherzogtum, sondern zu einem fußballerischen Bittgang.

«Evra und Ribéry haben keinen Status mehr»

Neben Ribéry will sich auch Weltmeisterschafts-Kapitän Patrice Evra (Manchester United) von den Sünden von Südafrika reinwaschen und die vorwiegend skeptischen französischen Fans wieder auf seine Seite bringen. Nationaltrainer Laurent Blanc hat die beiden Superstars vorab gewarnt. «Die beiden haben keinen Status, den müssen sie sich wieder verdienen», erklärte der Coach.

Bewährungsprobe vor Heimspiel gegen Kroatien

Ribéry hat in den ersten Trainingseinheiten in Clairefontaine bei Paris überzeugt und auch schüchternen Beifall von den wenigen Fans geerntet. Ribéry will «alles vergessen machen», wie er ankündigte. Er habe «einen schlechten Weg eingeschlagen», habe «Menschen verletzt, Menschen, die mir sehr am Herzen liegen. Andere habe ich enttäuscht, ja sogar schockiert», räumte er ein.

Auch Evra will «kein Problem, sondern eine Lösung sein». Beide werden wohl im Stamm dabei sein. Die Rückkehr der beiden in der ersten Elf gegen Luxemburg bietet die Möglichkeit, die Akzeptanz der französischen Fans vor dem heimspiel gegen Kroatien am Dienstag im Stade de France.

L'essentiel Online /

(dpa)

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