65 Flüchtlinge an Bord – Malta schließt Hafen für Rettungsschiff
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65 Flüchtlinge an BordMalta schließt Hafen für Rettungsschiff

VALLETTA – Maltesische Behörden haben dem Rettungsschiff «Alan Kurdi» mit Dutzenden Migranten an Bord untersagt, im Hafen der Insel anzulegen.

HANDOUT - 05.07.2019, ---, Mittelmeer: Die von der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye herausgegebene Aufnahme zeigt Seenotretter die Fl�chtlinge von einem Schlauchboot evakuiren. Nach dem Drama um das Rettungsschiff �Sea-Watch 3� hat nun eine andere deutsche Hilfsorganisation Migranten vor Libyen mit ihrem Schiff aufgenommen. Die �Alan Kurdi� habe 65 Menschen in internationalen Gew�ssern auf einem �berladenem Schlauchboot vor Libyen entdeckt und gerettet, teilte die Regensburger Organisation Sea-Eye am Freitag mit. (zu dpa �Weitere deutsche Hilfsorganisation rettet Migranten vor Libyen�) Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollst�ndiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

HANDOUT - 05.07.2019, ---, Mittelmeer: Die von der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye herausgegebene Aufnahme zeigt Seenotretter die Fl�chtlinge von einem Schlauchboot evakuiren. Nach dem Drama um das Rettungsschiff �Sea-Watch 3� hat nun eine andere deutsche Hilfsorganisation Migranten vor Libyen mit ihrem Schiff aufgenommen. Die �Alan Kurdi� habe 65 Menschen in internationalen Gew�ssern auf einem �berladenem Schlauchboot vor Libyen entdeckt und gerettet, teilte die Regensburger Organisation Sea-Eye am Freitag mit. (zu dpa �Weitere deutsche Hilfsorganisation rettet Migranten vor Libyen�) Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollst�ndiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Fabian Heinz

Maltesische Behörden haben dem Rettungsschiff «Alan Kurdi» mit Dutzenden Migranten an Bord untersagt, im Hafen der Insel anzulegen. «Sie haben keine Erlaubnis, in maltesische Hoheitsgewässer einzudringen», sagte ein Armeesprecher im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Das Schiff der Organisation Sea-Eye hatte nach eigenen Angaben 65 Migranten in internationalen Gewässern vor Libyen von einem Schlauchboot gerettet.

Die Organisation hat die Hoffnung jedoch nicht verloren: «Wir sind sicher, dass Malta uns einen sicheren Hafen bieten wird, sobald Deutschland und andere EU-Staaten anbieten, die Menschen aufzunehmen. Wir erwarten, dass Malta damit nicht allein gelassen wird», sagte Sea-Eye-Sprecherin Carlotta Weibl dpa am Sonntag.

Benannt nach ertrunkenem Flüchtlingsjungen

Wenn die Todesfälle im Mittelmeer aufhören sollen, dann dürfen Rettungsschiffe nicht wochenlang vor den Inseln liegen bleiben, sagte sie weiter. Es gebe keine medizinischen Notfälle an Bord. Die Menschen seien aber geschwächt, fügte Weibl hinzu.

Die «Alan Kurdi» – benannt nach dem dreijährigen syrischen Flüchtlingsjungen, dessen Leiche im Spätsommer 2015 an einem Strand in der Türkei angespühlt wurde – wollte zunächst im Hafen der italienischen Insel Lampedusa einlaufen. Es hatte aber stundenlang vergeblich auf die Erlaubnis der dortigen Behörden gewartet. Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte dem Schiff verboten, dort in den Hafen einzulaufen.

«Wir können nicht abwarten, bis an Bord der Notstand ausbricht», hatte Sea-Eye-Einsatzleiter Gorden Isler dpa am Samstag am Telefon gesagt. Die maltesische Armee sagte am Sonntag, das Schiff habe noch keine Notfallversorgung angefordert.

(L'essentiel/dpa)

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