Rüstungsunternehmen: Manager von Rheinmetall verschwindet nach Panzer-Deal spurlos
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RüstungsunternehmenManager von Rheinmetall verschwindet nach Panzer-Deal spurlos

Über vier Tage hörte man nichts von Thorsten Kutz, dann tauchte er unter mysteriösen Umständen wieder auf. Er leitet die Panzerproduktion des deutschen Unternehmens Rheinmetall. Dieses hatte kurz zuvor einen Deal mit der Ukraine angekündigt.

von
Patrick McEvily
Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf.

AFP

Diese Geschichte beschäftigt Deutschland: Ein Manager des Rüstungskonzerns Rheinmetall wurde vergangenen Sonntag in alkoholisiertem Zustand aufgefunden, nachdem er zuvor mehrere Tage lang nicht auffindbar gewesen war. Was in der Zwischenzeit mit dem Mann geschehen ist, ist bislang nicht bekannt. Nur wenige Tage vor dessen Verschwinden wurde bekannt, dass die deutsche Bundesregierung Panzer aus der Rheinmetall-Schmiede in die Ukraine liefern wird. Erstmals über den Fall berichtet hat am Freitag die «Bild»-Zeitung.

Bislang ist nur wenig Details bekannt

Thorsten Kutz (51) war am Donnerstag vor einer Woche auf dem Firmengelände in Kassel zuletzt gesehen worden, bevor er spurlos verschwand. Arbeitskolleginnen und -kollegen konnten ihn während vier Tagen nicht erreichen. Am vergangenen Sonntag wurde er dann in einem Auto nahe des Messegeländes aufgefunden. Er befand sich in stark alkoholisiertem Zustand und musste nach Polizeiangaben ärztlich behandelt werden. Wie die «Bild»-Zeitung schreibt, konnten die Ermittler bislang einzig bestätigen, dass der 51-Jährige in den Tagen seiner Abwesenheit Geld von einem Bankomaten abgehoben hatte.

Wie unter anderem Euronews berichtet, hat Rheinmetall bislang keine Stellung zum Fall genommen. Weil sämtliche Mitarbeitende der Kommunikationsabteilung an einem gemeinsamen Fest gewesen seien, sei erst am Montag mit einer öffentlichen Stellungnahme zum Vorfall zu rechnen, gab ein Sprecher gegenüber dem Fernsehsender am Freitag bekannt. Die «Bild»-Zeitung stellt deshalb schon einmal Mutmaßungen an: Kutz könnte aufgrund seines Insiderwissens ein attraktives Entführungsziel für russische Agenten gewesen sein. 

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