Fokker-Sicherheitsprobleme – Manager wollen von nichts gewusst haben

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Fokker-SicherheitsproblemeManager wollen von nichts gewusst haben

LUXEMBURG - Im Luxair-Prozess gaben am Donnerstag zwei Ex-Direktoren der Fluggesellschaft an, von Sicherheitsmängeln bei der Fokker nichts gewusst zu haben.

Nach der Befragung des Piloten der Unglücksmaschine hat das Bezirksgericht Luxemburg am Donnerstag den ehemaligen Luxair-Generaldirektor Christian Heinzmann befragt. Er sitzt mit zwei weiteren früheren Firmenmanagern auf der Anklagebank.

Vor dem Richter sagte er, er habe vor dem Crash keine Kenntnis von den Service-Lettern von Fokker gehabt. Darin waren Sicherheitsprobleme des Flugzeugs beschrieben. Er sei kein Techniker und habe in diesen Fragen auf seine Mitarbeiter vertrauen müssen. Er sei nur bei finanziell substanziellen Fragen konsultiert worden.

Nicht im Bild über Sicherheitsprobleme

Von einem Anwalt auf das junge Alter des Unglückspiloten angesprochen, sagte der Angeklagte weiter, es gebe kein ideales Alter, um Flugkommandant zu sein. Die Papiere des Piloten seien alle in Ordnung gewesen, betonte der ehemalige Generaldirektor weiter. Die Gerüchte über mangelnde Qualifikationen des Piloten hätten dem Ruf der Fluggesellschaft geschadet.

Das Gericht befragte am Donnerstag auch Jean-Donat Calmes, Vorgänger von Christian Heinzmann. Er war von 1998 bis Ende 2000 Luxair-Chef und Mitglied des Verwaltungsrats, also zu dem Zeitpunkt, als die Fokker 50 von Luxair bestellt wurde. Auch er gab an, mit technischen und operativen Fragen nicht betreut gewesen zu sein, außer dann, wenn große Investitionen erforderlich waren. Calmes gab an, zu keinem Zeitpunkt über erhebliche Mängel bei Fokker-Flugzeugen informiert worden zu sein. Ihm seien die Sicherheitsprobleme nicht bekannt gewesen.

L'essentiel Online/tageblatt.lu

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