Hollywoodstar Luke Evans – «Manchmal beißt dich eine Rolle in den Arsch»

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Hollywoodstar Luke Evans«Manchmal beißt dich eine Rolle in den Arsch»

Sex, Drogen und Schlaghosen: «High-Rise» ist der schrägste Briten-Film seit Jahren. Mit dabei ist auch «Hobbit»-Star Luke Evans.

Luke Evans hat schon so ziemlich alles in Hollywood gespielt: Er war Bard in den «Hobbit»-Filmen, Dracula, einer der drei Musketiere und Owen Shaw in der «Furious»-Reihe. Nächstes Jahr ist der Brite als Gaston in der Live-Action-Version von «The Beauty and the Beast» neben Emma Watson zu sehen – Gesangseinlagen inklusive.

Der 37-Jährige ist aktuell in der schwarzen Komödie «High-Rise» neben Sienna Miller und Tom Hiddleston, dem Bond-Anwärter und neuem Boyfriend von Taylor Swift, zu sehen. Wir haben mit ihm gesprochen.

Luke, dieser Film ist ziemlich abgefahren oder?

Ja, so verrückt wie ein Sack Frösche. Das muss man echt sagen.

Was hat dich an dem Stoff gereizt?

Die Tatsache, dass er so verrückt ist! So ein Part ist mir noch nie angeboten worden. Je länger man den Job als Schauspieler macht, umso mehr giert man nach solchen Rollen.

Ist Hollywood nicht mutig genug?

Na ja, viele Filme wie «High-Rise» gibt es jedenfalls nicht.

Sehr mutig ist zweifellos deine Frisur im Film.

Ja, und die Mähne ist echt! Vorher drehte ich «Dracula», ich hatte also noch lange Haare. Ich war in den Ferien und meine Agentin rief mich an, dass sie da einen Part für mich hätte und ich mir ja nicht die Haare schneiden soll.

Kann eine Frisur helfen, in die Rolle zu finden?

Ganz sicher. Kostüme machen extrem viel aus, vor allem bei historischen Filmen. Männer trugen damals sogar Absätze. Man steht dann automatisch ganz anders.

Hättest du gern in den Siebzigern gelebt?

Ja, glaube ich schon. Sogar die Mode hat mir gefallen. Ich mag mein Outfit im Film, wenn ich zum Beispiel von oben bis unten Denim trage.

Machst du privat auch viel Party?

Früher ja, in meiner Blütezeit, aber heute feiere nicht mehr so viel. Ich arbeite viel. Ich liebe es, meine Freunde im Pub zu treffen, aber so richtige Partys feiern? Vergiss es. Ich bin jetzt 37, es würde ewig dauern, mich danach wieder zu regenerieren.

Leben wir heute in einer braven Zeit?

Es ist schon ganz anders. Die Welt hat sich verändert. Aber ich habe das Gefühl, dass die Leute weniger versnobt sind als früher. Alexa Chung etwa sehe ich immer in meinem Stamm-Pub. Man würde nie denken, dass sie dort hingeht. Die Menschen speziell in East-London zieht es zurück zu ihren Wurzeln. Es geht nicht um Glamour, sondern um Realität.

Du drehst gerade «Beauty and the Beast». Wirst du auch singen?

Ja klar, es ist die Realverfilmung des Disney Films. Ich singe, und das ist ein Traum. Ich liebte jede Sekunde davon. Es war so, als würde man jeden Tag ins Disneyland fahren.

Du machst extrem unterschiedliche Sachen. Wie wählst du deine Projekte aus?

Ich versuche, nicht auf Nummer sicher zu gehen. Es ist wichtig, sich herauszufordern. Manchmal muss man nach solchen Rollen suchen, und manchmal beißen sie dich in den Arsch.

«High-Rise» läuft im Kino.

(L'essentiel)

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