Ivanka Trumps Buch – «Manchmal habe ich nicht mal Zeit für eine Massage»
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Ivanka Trumps Buch«Manchmal habe ich nicht mal Zeit für eine Massage»

In ihrem neuen Buch will Ivanka Trump auf die Realität berufstätiger Mütter aufmerksam machen. Während des Wahlkampfs habe sie nicht mal Zeit für Meditation gehabt.

Ivanka Trump, die älteste Tochter des US-Präsidenten und seit Ende März auch dessen Beraterin, will mit einem Mythos aufräumen: dem der alles meisternden Karrierefrau, die gleichzeitig die perfekte Mutter ist. In ihrem zweiten Buch «Women Who Work. Rewriting the Rules for Success», das heute Dienstag erscheint, berichtet die dreifache Mutter von ihrem stressigen Alltag.

Sie habe befürchtet, dass sie arbeitenden Müttern einen Bärendienst erweise, wenn sie nicht öffentlich zugebe, dass sie morgens um sieben Uhr im Bademantel herumlaufe und mit pürierter Avocado vollgeschmiert sei, zitiert «Fortune», das einen Auszug des Buches veröffentlicht hat, die 35-Jährige.

Im Überlebensmodus

Die Sorgen, die Donald Trumps Tochter beschreibt, dürften für viele berufstätige Mütter dennoch nicht alltäglich sein: In extrem anstrengenden Zeiten wie etwa während des Wahlkampfs habe sie sich im «Überlebensmodus» befunden, schreibt Trump. «Ich arbeitete und verbrachte Zeit mit meiner Familie. Viel mehr tat ich nicht. Ehrlich, ich hatte nicht mal Zeit für eine Massage oder um mich zurechtzumachen. Ich wünschte, ich wäre manchmal früher aufgewacht, um noch 20 Minuten zu meditieren.»

Auch auf der W-20-Konferenz zur Stärkung von Frauen in Berlin bezog sie vor wenigen Tagen Stellung zur Rolle der arbeitenden Frau – und verteidigte gleichzeitig ihren Vater, dem bereits häufiger Frauenfeindlichkeit vorgeworfen wurde. Präsident Trump sei «fest davon überzeugt, dass Frauen das Potenzial und das Können besitzen, den Job genauso gut wie Männer zu erledigen», sagte Ivanka Trump. «Die Tausenden von Frauen, die über Jahrzehnte im Privatsektor für meinen Vater gearbeitet haben, legen davon Zeugnis ab.»

Begünstigte eines Millionen-Imperiums

Sie kritisierte zudem, dass die USA als einziges Land keine gesetzliche Regelung zum bezahlten Mutterschutz haben, und räumte Defizite bei den Angeboten zur Kinderbetreuung ein. Ihr Vater wolle dies als Präsident ändern, beteuerte sie. Er sei ein «enormer Unterstützer» der Stärkung von Frauen und Familien.

Bevor Ivanka Trump zur Beraterin ihres Vaters wurde, hatte sie ihre eigene Modemarke. Sie hat das Management der Firma abgegeben und auch ihren Job im Immobiliengeschäft der Trump Organization aufgegeben. Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner, der ebenfalls als Berater Trumps tätig ist, verfügen laut «Guardian» über Vermögenswerte von mindestens 140 Millionen Dollar. Außerdem profitieren sie weiterhin von einem Immobilien- und Investment-Imperium, das rund 741 Millionen Dollar wert ist.

(L'essentiel/mlr/afp)

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