Corona-Nebenwirkung – Mann hat Blutgerinnsel im Penis nach Corona
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Corona-NebenwirkungMann hat Blutgerinnsel im Penis nach Corona

Ein 41-jähriger Mann klagte über heftige Schmerzen beim Sex. Es ist der erste bestätigte Fall von einem tiefen Blutgerinnsel im Penis.

Es ist der erste bestätigte Fall von einem tiefen Blutgerinnsel im Penis - während einer Erektion.

Es ist der erste bestätigte Fall von einem tiefen Blutgerinnsel im Penis - während einer Erektion.

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Erst vor Kurzem berichteten wir von der beträchtlichen Penis-Verkürzung eines jungen US-Amerikaners. Nun wurde eine weitere Folge-Erkrankung der männlichen Genitalien nach einer Infektion mit dem Coronavirus publik. Es handelt sich dabei um den ersten Fall eines Blutgerinnsels im Penis.

Passiert ist es bei einem 41-jährigen verheirateten Mann, der über plötzliche Penis-Schmerzen klagte. Wie einem Fachartikel in der Wiley Online Library zu entnehmen ist, entstand das Blutgerinnsel bei seiner ersten vollen Erektion nach einem positiven PCR-Test, der drei Wochen zurücklag.

Er hatte jedoch nur leichte Symptome einer Covid-19-Infektion, darunter Muskelschmerzen, Fieber, Husten und Müdigkeit.

Erst nach zwei Monaten schmerzfrei

Eine Ultraschalluntersuchung zeigte, so der Bericht, anschließend eine Thrombose der tiefen dorsalen Penisvene, während die oberflächliche dorsale Penisvene, die Darmbeinvenen und die untere Hohlvene intakt waren. Zwei Monate musste der 41-Jährige mit Blutgerinnungsmedikamenten behandelt werden, bis die Symptome wieder vollständig verschwunden waren.

Es ist schon länger bekannt, dass Thromboembolien zu den gefährlichsten Komplikationen einer Covid-19-Erkrankung gehören. Laut Experten treten sie sogar bei bis zu jedem dritten Corona-Patienten auf der Intensivstation auf. Im Genitalbereich wurde sie bisher jedoch noch nicht dokumentiert.

Erst vor Kurzem hatte eine Studie des University College London (UCL) an 3400 Probanden eine Penis-Verkürzung als ein seltenes Symptom von Long-Covid identifiziert. Ebenso haben Forscher der University of Miami Miller School of Medicine nachgewiesen, dass Coronaviren noch lange nach der Infektion im Penis anzutreffen sind und dadurch zu Impotenz beitragen können. Wer lange unter einer solchen leide, laufe Gefahr, dass der Penis durch die entstehenden vaskulären Schäden an Länge verliere.

(L'essentiel/dob)

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