Aufgeflogen – Mann kopierte Facebook-Profilbilder für Porno-Sites
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AufgeflogenMann kopierte Facebook-Profilbilder für Porno-Sites

Ein 35-Jähriger aus Kemnath in Bayern stellt über 1000 Facebook-Fotos von Frauen ohne deren Zustimmung auf Sex-Seiten. Jetzt hat ihn die Polizei erwischt.

Der Täter schnitt die Gesichter aus dem Facebook-Profil der Opfer aus und machte daraus ein Pornobild. (Symbolbild)

Der Täter schnitt die Gesichter aus dem Facebook-Profil der Opfer aus und machte daraus ein Pornobild. (Symbolbild)

Yeko Photo Studio

Die Polizei im bayerischen Kemnath kam einem Fotodieb auf die Schliche: Der 35-jährige Mann soll insgesamt 1439 Fotos von Frauen auf Pornoseiten veröffentlicht haben. Dabei bediente er sich hauptsächlich bei Facebook. Er kopierte die Profil-Fotos der Opfer und bearbeitete sie dann so, dass sie wie echte Pornobilder aussahen. Manchmal schnitt er die Gesichter der Frauen aus und setzte sie auf den Körpern von Pornodarstellerinnen in Sex-Szenen wieder ein.

Wie «tz.de» schreibt, soll es sich beim Täter um einen Strumpfhosen- und Dirndl-Fetischisten handeln, der im Netz unter dem Nutzernamen «Panty» bekannt war. Oft soll der Mann auch in Tirschenreuth unterwegs gewesen sein, um sehr junge Frauen und Teenies zu fotografieren. Dabei versuchte er immer wieder, Damen in Dirndl-Kleidern unter den Rock zu knipsen.

Auf seiner Website gibt der Mann damit an, dass ihm das im September gelungen sei: «War am Sonntag auf der Kirchweih unterwegs, um ein paar Milfs und Teens in Strumpfhosen und Dirndl abzulichten. Ihre Beine sind mir schon von Weitem aufgefallen. Bin ihr dann hinterher. An einer Ampel war ich dann so nah an ihr dran, dass ich ihr beinahe die Kamera unter den Rock schieben konnte.»

Täter wieder auf freiem Fuß

«Für diese Täter sind Frauen Objekte ohne Wert», sagt Norbert Weinhold, der einen Verein zum Schutz der digitalen Identität leitet, zu «tz.de». Solche Männer wollten «den Frauen schaden». Normalerweise lebe der Täter im selbem Umfeld wie seine Opfer.

Bei einer Hausdurchsuchung stellte die Polizei den Computer des Täters sicher. Derzeit läuft die Auswertung der gefundenen Dateien. Laut «Nordbayerischem Kurier» hat der Mann ein Geständnis abgelegt. Dabei soll er auch gesagt haben, dass er Hilfe brauche.

Über das Motiv des Mannes herrscht noch Unklarheit. Auch darüber, wie die Polizei auf ihn aufmerksam wurde. Der 35-Jährige befindet sich bereits wieder auf freiem Fuß. Ihm drohen wegen «VerStoßes gegen das Urheberrecht und Beleidigung» bis zu zwei Jahre Haft.

(L'essentiel/kle)

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