Nicht nachmachen – Mann lebte vier Jahre mit Pinzette in Penis
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Nicht nachmachenMann lebte vier Jahre mit Pinzette in Penis

Warum? Selten war die Frage so berechtigt wie im Fall des Mannes, der eine Kosmetikzange in sein Glied einführte und erst vier Jahre später zum Arzt ging.

Man möchte sich nicht vorstellen, wie es sich anfühlen muss, wenn man eine 8 Zentimeter lange Pinzette in die eigene Harnröhre einzuführen versucht. Doch genau das hat ein damals 18-jähriger Mann vor vier Jahren probiert – und auch geschafft. Das beweisen die Röntgenaufnahmen, die seine Ärzte nun in den «Urology Case Reports» präsentieren (siehe Bildstrecke).

Sie waren von dem Mann, dessen Name nicht genannt wird, erst jetzt aufgesucht worden. Vielleicht habe er sich davor zu sehr geschämt, vermuten die Mediziner um Mohamed Abouelazayem vom New Cross HoKrankenhaus im britischen Wolverhampton. Der Patient habe angegeben, während all den Jahren, in denen er die Pinzette im Unterleib gehabt habe, keinerlei Probleme gehabt zu haben.

Geöffnete Pinzette entpuppt sich als Problem

Warum die Pinzette überhaupt ihren Weg in die Röhre fand, durch die sowohl Sperma als auch Urin nach draußen gelangen, darüber wollte der heute 22-Jährige keine Auskunft geben, so die Mediziner. Allerdings würden «Fremdkörper in der Regel von psychiatrischen, berauschten, verwirrten oder sexuell neugierigen Personen in die Harnwege eingeführt.»

Nachdem Untersuchungen die Aussagen des Patienten bestätigt hatten, konzentrierten sich die Ärzte darauf, den Fremdkörper zu entfernen. Eine nicht ganz einfache Angelegenheit. Denn die Pinzette steckte geöffnet in der Harnröhre. Bei jedem Versuch, den Greifer zu entfernen, stießen die Enden ins Fleisch.

Teamwork am Penisschaft

Um dem entgegenzuwirken, spannten mehrere Chirurgen zusammen. Während der eine den Fremdkörper vorsichtig herauszog, ging ein weiterer am Penisschaft ans Werk und drückte von außen die sich im Innern befindende Pinzette zusammen – mit Erfolg.

Schon kurz danach konnte der Patient das Krankenhaus verlassen. Die Ärzte empfahlen ihm noch, sich einer psychiatrischen Untersuchung zu unterziehen. Weiter rieten sie ihm, Derartiges nicht noch einmal zu tun. Doch davon wollte er offenbar nichts wissen. Auch zum Nachsorgetermin sei er nicht mehr erschienen.

(L'essentiel/fee)

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