Verminderte Intelligenz und verzögerte Entwicklung: Mann mit vererbbarer Krankheit zeugt mit Sperma-Spenden 15 Kinder

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Verminderte Intelligenz und verzögerte EntwicklungMann mit vererbbarer Krankheit zeugt mit Sperma-Spenden 15 Kinder

Ein Brite (37), der lesbischen Frauen mit Kinderwunsch sein Sperma gab und so angeblich 15 Kinder zeugte, hat ein Kontaktverbot für den Nachwuchs bekommen. Er hatte den Müttern eine Erbkrankheit verschwiegen, die die Kinder teils schwer benachteiligt.

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James MacDougall soll nicht weniger als 15 Kinder gezeugt haben. 

James MacDougall soll nicht weniger als 15 Kinder gezeugt haben. 

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Seine Dienste bot er privat über Social-Media-Plattformen an.

Seine Dienste bot er privat über Social-Media-Plattformen an.

AFP

James MacDougall hatte auf Social Media den Kontakt mit lesbischen Frauen mit Kinderwunsch gesucht und sich in den sozialen Medien als Samenspender angepriesen. Mehrere junge Frauen reagierten – so kam es, dass der 37 Jahre alte Brite aus Derby heute angeblich Vater von 15 Kindern ist.

Die Vaterschaft kam allerdings nicht über professionelle kommerzielle Spenderfirmen zustande, denn dort hätte sich MacDougall niemals als Spender qualifizieren können: Er leidet unter der genetisch vererbbaren Erkrankung Fragile-X-Syndrom (FXS), die zur Folge hat, dass Träger unter verminderter Intelligenz, verzögerter Entwicklung und Verhaltensauffälligkeiten leiden. Dazu kommen bisweilen äußerliche Merkmale wie längliche Kopfform, abstehende Ohren oder Plattfüßsse, wie einem medizinischen Ratgeber zu entnehmen ist. Obwohl MacDougall wusste, dass er FXS in sich trägt, verschwieg er dies gegenüber den durchwegs lesbischen Frauen, die sich von ihm befruchten ließen. 

Namensnennung als Warnung an andere Frauen

Dass MacDougall von FXS betroffen ist, kam dieser Tage bei einer juristischen Verhandlung ans Licht: MacDougall wollte mit einigen «seiner» Kinder mehr Zeit verbringen und brachte die Angelegenheit vor ein Familiengericht, obwohl er im Vorfeld Verträge unterzeichnet hatte, keinen Kontakt zu seinem Nachwuchs aufzunehmen. Die Richterin entschied nun, dass MacDougall keine elterliche Verantwortung erhalten wird – und beschloss, seinen Namen öffentlich zu machen, damit keine weiteren Frauen auf sein Spendersperma-Angebot eingehen.

MacDougall habe «fundamental unverantwortlich» gehandelt und den dringenden Kinderwunsch der Frauen ausgenützt, so die Richterin. Sie beschrieb den 37-Jährigen als «komplexen Charakter», der selbst Lernschwierigkeiten hat und er könne «sehr frustriert reagieren und die Kontrolle über sich verlieren, wenn er nicht bekomme, was er sich wünscht». So kam auch heraus, dass er die Mutter eines seiner Kinder sexuell belästigt und angegriffen habe. Die Partnerin einer der Frauen soll er 77-mal angerufen haben.

Zumindest von einem seiner Kinder wurde bekannt, dass es mit drei Jahren noch nicht sprechen kann und schwere Verhaltensauffälligkeiten zeige, wie BBC schreibt. 

(trx)

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