Brust raus! – Mann trägt wieder Pelz

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Brust raus!Mann trägt wieder Pelz

Zu David Hasselhoffs «Baywatch»-Zeiten waren Brusthaare das Nonplusultra. Dann kam «Twilight» und sagte dem Pelz den Kampf an. Doch plötzlich sprießt er wieder.

Ein dicker Schnauzer und ein haariger Pelz auf der Brust. In den Siebzigern war das bei Männern ein Zeichen großen Sexappeals. Glattrasierte Bubis waren verpönt. Ein richtiger Mann war nur, wer mit Ganzkörperbehaarung punkten konnte. Doch die Zeiten änderten sich und der Trend ging immer mehr Richtung Kahlschlag. Während Frauen sich in Waxing-Studios die untere Körperregion schmerzhaft enthaaren ließen, griffen Männer zum Rasierer, um dem Wildwuchs Herr zu werden. In Werbungen für Trimmapparate wurde nur eine Botschaft propagiert: Wer schön sein will, muss nackt sein. Völlig nackt.

Spätestens als «Twilight» die Welt eroberte, wurde klar: Eine Brust mit Haaren ist ein No-Go. Mittlerweile boten Schönheitssalons sogar Waxing für den Mann an, damit kein Haar mehr sprieße. Ein neuer Trend war geboren. Doch spätestens mit der Lancierung des «Movember» änderte sich die Sachlage wieder schlagartig. Männer rund um den Globus ließen zumindest die Gesichtsbehaarung für einen ganzen Monat wieder frei sprießen, um auf Gesundheitsvorsorge-Untersuchungen wie Prostatauntersuchungen hinzuweisen. Der Vollbart galt plötzlich wieder als Statussymbol.

Kahlschlag vs. Wildwuchs

Und auch die Modeindustrie griff den Trend auf. Bärtige Männer schritten über den Laufsteg, vorbei war die Glattrasur im Gesicht. Wenn dann aus dem offenen Hemdkragen noch massig Brusthaar hervorblitzte, umso besser. Solange das Model aussieht, als könne es Holz hacken und Feuer im Wald machen, waren hoher Umsatz und noch höher schlagende Frauenherzen garantiert.

Doch Hipster, die derzeit kein anderes Gesprächsthema als Bartwachs und Barber-Shops haben, müssen sich jetzt warm anziehen. Denn ein neuer Trend hält Einzug: Trimming. Wer alles einfach sprießen lässt muss nun darauf achten, dass die Haare nicht überhandnehmen. Luis Payne vom Salon Hairroin in Los Angeles erzählte zum Beispiel der «Gala»: «Kahle Hühnerhaut mit eingewachsenen Haaren ist gar nicht sexy und definitiv out.» Gut, das unterschreiben wir mal so. Eingewachsene Haare waren aber noch nie sexy. Wie muss denn Mann jetzt aussehen?

Laut Stilexperten soll Hugh Jackman das Vorbild des Trimming-Trends sein. «Die mittlere Brust ist dabei voll behaart, zu den Schultern nimmt die Dichte etwas ab. Am Bauch bleibt eine breite Spur stehen», so Haarspezialist Payne. Doch wie alles im Leben hat auch dieser Trend gewisse Regeln: «Das Brusthaar darf nicht mit den Achselhaaren zusammenwachsen, auch über das Schlüsselbein sollte nichts herausragen.» So, so.

Was denken Sie über dieses Haar-Diktat? Machbar oder völlig übertrieben? Wie tragen Sie ihren Brustpelz, liebe Männer da draussen? Diskutieren Sie mit uns im Kommentarfeld.

(L'essentiel/ink)

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