Thailand – Mann wollte Kind Waldgeistern opfern

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ThailandMann wollte Kind Waldgeistern opfern

Ein 23 Monate altes Mädchen wurde in Thailand entführt und später wohlauf gefunden. Ein Mann, der unter Drogen stand, gestand, er hätte das Kind Waldgeistern opfern wollen.

Die kleine Nong Gina ist wohlauf, in Thailand ist die Erleichterung riesig. Die fast Zweijährige aus Mae Taeng, einem Dorf nahe der nördlichen Stadt Chiang Mai, galt drei Tage lang als verschwunden, dann entdeckten Rettungskräfte sie in einer Hütte, etwa drei Kilometer von ihrem Zuhause entfernt. Die Kleine war von einem Mann entführt worden, der sie - wie sich sich später herausstellte - Waldgeistern opfern wollte.

Der Kidnapper hatte Nong Gina am Sonntag verschleppt, als sie vor dem Haus ihrer Familie spielte. Als die Mutter, die in der Küche stand, das Verschwinden ihrer Tochter bemerkte, meldete sie sich bei der Polizei. Die Retter und Retterinnen rückten sofort aus. Auch Freiwillige meldeten sich zum Einsatz - insgesamt 200 Menschen machten sich auf der Suche nach dem Kind.

Entführer stand unter Drogen

Die Ermittlungen der Polizei führten zu einem 44-Jährigen aus Myanmar, ein Freund von Nong Ginas Vater. Der Mann namens Siew gab bei seiner Einvernahme durch die Polizei zu, das Kind entführt und zu einer Höhle gebracht zu haben. Zum Zeitpunkt der Tat scheint Siew unter Drogen gestanden zu haben.

In der Nähe des Höhleneingangs entdeckten die Rettungskräfte schließlich die Kleine. Wie «Bangkok Post» berichtet, sei sie nur mit einem T-Shirt bekleidet gewesen, ihr Körper mit Insektenstichen übersät. Sie wirkte erschöpft.

Die Retter und Retterinnen gaben Nong Gina Milch und Wasser und brachten sie ins Krankenhaus nach Mae Taeng. Siew wurde indes wegen Kidnappings angezeigt.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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