Nach schweren Vorwürfen – Manson verliert seine Grammy-Nominierung

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Nach schweren VorwürfenManson verliert seine Grammy-Nominierung

Dem Schock-Rocker wurde eine von zwei seiner Nominierungen für die 64. Grammy Awards entzogen. Warum er von der Liste entfernt wurde, bleibt offen.

Marilyn Manson (52) hat eine seiner zwei Grammy-Nominierungen verloren.

Marilyn Manson (52) hat eine seiner zwei Grammy-Nominierungen verloren.

AFP

Vergangene Woche wurde die Nominierungsliste für die 64. Grammy Awards veröffentlicht. Nun hat die Recording Academy, so heißt die Organisation hinter der Musikpreisverleihung, diverse Änderungen an der Liste vorgenommen. So wurden in der aktualisierten Version vom Donnerstag etwa Rechtschreibfehler korrigiert, einige Namen hinzugefügt, und andere gestrichen. Die auffälligste Änderung: Marilyn Manson (52) hat eine seiner zwei Grammy-Nominierungen verloren.

Manson, der in mehrere Prozesse wegen sexueller Übergriffe verwickelt ist, verlor seine Nominierung für den Song «Jail» von Kanye West als «Bester Rap Song». Auf dem über sechsminütigen Track ist der Grusel-Rocker jeweils im Refrain und in der Bridge zu hören. Gründe für die Streichung wurden offiziell keine genannt.

Eine Quelle des «Hollywoodreporter» behauptet jedoch zu wissen, dass es sich bei der Änderung lediglich um eine prozedurale Aktualisierung handle. Er habe den Song nämlich nicht geschrieben, sondern sei lediglich darauf zu hören, und somit irrtümlich gelistet worden.

Vorwürfe bleiben bestehen

Im Februar dieses Jahres veröffentlichte Evan Rachel Wood (34) ein Statement auf Instagram, in dem sie vor der Gefahr, die von ihrem Ex ausgehe, warnte: «Der Name des Täters ist Brian Warner, der Welt auch als Marilyn Manson bekannt. Er hat mich jahrelang auf schreckliche Weise misshandelt. Ich wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und zur Unterwerfung manipuliert. Ich habe es satt, in Angst vor Vergeltung, Verleumdung oder Erpressung zu leben.»

Marilyn Manson hat die Misshandlungsvorwürfe bislang immer zurückgewiesen. Seine Kunst und sein Leben seien schon lange «Magnete für Kontroversen», aber die jüngsten Behauptungen über ihn seien «schreckliche Verfälschungen der Realität», schrieb der Musiker auf Instagram. Seine intimen Beziehungen mit gleichgesinnten Partnerinnen seien immer einvernehmlich gewesen. Dies sei die Wahrheit, egal wie andere nun die Vergangenheit verzerren würden, führte Manson aus. Die Ermittlungen gegen ihn laufen noch.

(L'essentiel/Saskia Sutter)

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