Alle wollen ihm helfen – ManUnited-Fan legt sich mit ManCity an

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Alle wollen ihm helfenManUnited-Fan legt sich mit ManCity an

ManUnited-Anhänger Shaun O'Brien sträubt sich gegen den Bau des Trainingsgeländes von Stadtrivale Manchester City. Er weigert sich, sein Grundstück zu verkaufen.

Unten rechts können die Anhänger von Manchester United ein Stück Land erwerben (Screenshot www.unitedagainstcity.com).

Unten rechts können die Anhänger von Manchester United ein Stück Land erwerben (Screenshot www.unitedagainstcity.com).

Manchester City möchte das Trainingsgelände ausbauen. Kurioserweise hat Shaun O'Brien, Fan des Stadtrivalen Manchester United, derzeit darüber die Kontrolle: Er besitzt das Grundstück, welches City für die Erweiterung benötigt und will es dem «Feind» nicht verkaufen.

City bot dem 45-Jährigen bereits 1,25 Millionen Euro, der ManU-Dauerkarten-Besitzer lehnte aber ab. Der schwerreiche Klub drohte sogar damit, bei der Stadt Manchester einen Antrag auf Enteignung zu stellen. Um sich vor den mächtigen «Citizens» besser schützen zu können, hat sich der Geschäftsmann etwas Besonderes ausgedacht: Für umgerechnet 300 Euro können United-Anhänger bei O'Brien 0,1 Quadratmeter kleine Parzellen erwerben.

Auf seiner Homepage «www.uniteagainstcity.com» verkauft der 45-Jährige Teile seines Grundstücks. Ein roter Balken mit der Aufschrift «Limited plots remaining!» lässt erahnen, dass seine Idee auf großen Anklang stößt. «Das Interesse ist überwältigend. United hat 350 Millionen Fans auf der Welt, und ich glaube, alle wollen ein Stück», wurde der 45-Jährige auf «spiegel.de» zitiert. Verkauft O’Brien 5000 Parzellen, nimmt er rund 1,5 Millionen Euro ein. Dann müsste City mit allen Eigentümern separat verhandeln. Die United-Fans könnten mit dem Erzfeind Katz und Maus spielen.

«Mein Land wird ihnen irgendwann einmal gehören»

Auch wenn sich der Fußballfan momentan erfolgreich gegen das Trainingsgelände wehrt: Goliath wird sich früher oder später gegen David durchsetzen. Dessen ist sich O'Brien bewusst. «Mein Land wird ihnen irgendwann einmal gehören. Ich akzeptiere das.» Er betreibe den Aufwand nur, um zu zeigen, dass er gegen die Methode sei, welche der Stadtrivale anwende, um an das Grundstück zu kommen. «Sie haben nur ein Angebot hingeklatscht und gesagt, wenn ich das nicht annehme, dann nehmen sie mir das Grundstück weg», schreibt ein erzürnter O’Brien auf dem Onlineportal. Er sei der Meinung, dass der Preis für das Stück Land aufgrund von Angebot und Nachfrage ermittelt werden solle.

(L'essentiel Online/als)

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