Autoindustrie – Marchionne will mit Ferrari an die Börse

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AutoindustrieMarchionne will mit Ferrari an die Börse

Fiat-Chef Sergio Marcionne erwägt einen Börsengang der Luxusmarke Ferrari.

«Ein Börsengang ist die einzige Möglichkeit, den echten Wert der Marke zu zeigen», sagte er im Interview mit der «NZZ am Sonntag». «Ferrari könnte an der Börse eine ähnlich hohe Kapitalisierung wie Fiat selbst erreichen.» Die Konzernmutter Fiat werde allerdings in jedem Fall die Kontrollmehrheit behalten.

Die Börsenpläne des US-Konzerns Chrysler, den Marchionne gleichzeitig leitet, haben sich unterdessen konkretisiert. «Wir diskutieren lediglich über den Zeitpunkt», sagte Marchionne. «Im Jahr 2012 ist der Schritt möglich und mit Sicherheit umsetzbar.» Chrysler hatte im ersten Quartal erstmals seit fünf Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben und hat inzwischen seine Schulden bei der amerikanischen und kanadischen Regierung beglichen.

Fiat hat seine Anteile an dem US-Autobauer, der während der Finanzkrise Insolvenz anmelden musste, auf 57% erhöht. Marchionne kündigte an, den Anteil im kommenden Jahr weiter aufzustocken, dann auf mehr als 70 Prozent.

L'essentiel Online

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