Luxemburg – Markusbierg-Blitzer schlug bereits Tausende Male zu
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LuxemburgMarkusbierg-Blitzer schlug bereits Tausende Male zu

SCHENGEN – Fast 6500 Autofahrer hat die Radarfalle am Markusbierg-Tunnel bereits erwischt. Für das Verkehrsministerium eine Bestätigung.

Seit Dezember ist der Streckenradar am Markusbierg-Tunnel «scharf».

Seit Dezember ist der Streckenradar am Markusbierg-Tunnel «scharf».

L'essentiel/Michael Aubert

6433 erfasste Verstöße zwischen dem 1. und 31. Dezember: Das ist die stolze Bilanz des Radars an den Eingängen des Markusbierg-Tunnels auf der A13 seit seiner Inbetriebnahme. Selbst das Ministerium für Mobilität ist nach eigenen Angaben von dieser Aktivität «überrascht».

Darunter wurden acht Hochgeschwindigkeitsverstöße (mindestens 20 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit) festgestellt, darunter ein Rekordwert von 194 Stundenkilometern, bei einer zulässigen Geschwindigkeit von Tempo 90 (und Tempo 70 für Lkw). Zum Vergleich: Der erste Streckenradar des Landes auf der N11 zwischen Waldhof und Gonderingen hatte seinerzeit in den ersten drei Monaten 1444 Verstöße registriert.

«Der Zugang für die Rettungskräfte ist schwieriger als anderswo»

Die große Gesamtzahl stärke «die Absicht des Ministeriums, nach und nach alle großen Tunnel mit Radargeräten auszustatten». Die Folgen bei Unfällen seien aufgrund des geringeren Verkehrsraums dort nämlich «umso dramatischer und der Zugang für Rettungskräfte schwieriger als anderswo». Die Unfallstatistik, die seitens der Polizei verfügbar ist, gibt 18 Unfälle im Tunnel zwischen April 2012 und Oktober 2020 an, davon drei mit «Personenschaden».

Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité routière, hält diese Zahl für «so enorm, dass man sich Fragen stellen muss». Er befürwortet daher die Geschwindigkeitskontrollen in Tunneln – unter einer Prämisse. «Die Geschwindigkeitsbeschränkung sollte vor den Tunneln angekündigt werden.»

(jfc/L'essentiel)

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