Wegen Streik der Müllabfuhr – Marseille nach Sturm mit Abfall bedeckt

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Wegen Streik der MüllabfuhrMarseille nach Sturm mit Abfall bedeckt

Nach heftigen Niederschlägen kam es in Frankreich zu Beginn dieser Woche in mehreren Städten zu Überflutungen. In Marseille wurden dadurch Unmengen Abfall an den Strand gespült.

Seit mehreren Tagen wurden große Teile Frankreichs von heftigen Niederschlägen heimgesucht. In Marseille wurden die Schulen geschlossen, Bürgermeister Benoît Payan rief die Bevölkerung am Montag dazu auf, das Haus wenn möglich nicht zu verlassen. Nun, da die Regenfälle zumindest teilweise nachgelassen haben, wird erstmals das Ausmaß der Schäden und Verschmutzungen klar. In der Millionenmetropole Marseille sind Strände und Straßen gesäumt von Abfall, wie Videos auf Twitter zeigen.

Ein Grund für die schiere Menge an Getränkedosen, Kunststoffverpackungen und Plastiksäcken dürfte der Streik sein, in dem sich das Reinigungspersonal der Stadt Marseille seit mehreren Wochen befindet. Der Streik wurde am 23. September ausgerufen, nachdem die Stadt Marseille verkündet hatte, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Müllabfuhr künftig bei gleichbleibendem Lohn pro Tag zwei Stunden länger arbeiten müssen.

Zwar wurde der neue jährliche Stundenansatz mittlerweile von 1607 Stunden auf 1530 reduziert, die Angestellten der städtischen Müllabfuhr setzten ihren Streik dennoch fort. So waren vor wenigen Tagen mitten in der Stadt noch große Müllberge zu sehen, die nun von den Wassermassen in der nahen Umgebung verteilt wurden, wie die französische Zeitung BFM berichtet.

Bildstrecke: Marseille nach Sturm mit Abfallteppich bedeckt

Das Unwetter hat auch Autos und Strafe davongeschwemmt, außerdem wurde ein Großteil der Abflüsse durch Abfälle verstopft, was die Beseitigung der Wassermengen zusätzlich erschwerte. Mittlerweile wurden alle Sturmwarnungen aufgehoben. In Marseille blieben allerdings auch am Dienstag zwölf Schulen und mehrere benachbarte Kommunen geschlossen, um zuerst die Sicherheit der Gebäude zu gewährleisten.

(L'essentiel/Benedikt Hollenstein)

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