Wüsten-Marsch – Marwans (4) Schicksal geht um die Welt

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Wüsten-MarschMarwans (4) Schicksal geht um die Welt

Die Flüchtlings-Ströme aus Syrien reißen nicht ab. Ein rührendes Bild des kleinen Marwan macht auf Twitter die Runde. Doch ganz allein floh Marwan nicht durch die Wüste.

Das Bild des kleinen Marwan hat am Montag die Twitter-Gemeinde gerührt. Auf dem Foto, das Andrew Harper, ein Mitarbeiter des UNO-Flüchtlingskommissariats UNHCR, am Sonntag auf seinem Konto gepostet hatte, ist ein kleiner Junge zu sehen, der vermeintlich alleine durch die Wüste mit einem schweren Plastiksack in der Hand bis an die Grenze zu Jordanien läuft. Um ihn stehen einige UNO-Mitarbeiter, die dem Kind helfen wollen. Der erste Eindruck lässt den Betrachter vermuten, dass das Kind tatsächlich alleine durch die syrische Wüste geflohen sei.

Die Momentaufnahme war gefundes Fressen für die CNN-Reporterin Hala Gorani. Umgehend twitterte sie das Foto mit der Legende: «Ein UNO-Team hat den vierjährigen Marwan in der Wüste gefunden, nachdem das Kind von seiner flüchtenden Familie getrennt wurde.» Wenige Minuten später korrigierte Gorani ihren Eintrag: «Nach Angaben der UNHCR hat der kleine Marwan seine Familie wieder gefunden.» Zu spät: Die Geschichte war bereits im Umlauf und Marwan das Gesicht des syrischen Flüchtlingsdramas geworden.

UNO will kein Drama

Andrew Harper ergänzte am Montag mit weiteren Fotos die Geschichte des Jungen. Auf den neuen Aufnahmen ist eine ganze Gruppe Flüchtlinge zu sehen, die nach tagelangem Marsch das Flüchtlingslager in Jordanien erreichten. Auf einem der Bilder ist auch Marwan, der zwar etwas weiter hinter der Gruppe läuft, aber nicht allein ist. UNO-Mitarbeiter Harper kommentierte sein Bild: Das Kind sei «etwas von der Gruppe getrennt, aber nie alleine» gewesen.

Obwohl sich die Geschichte nicht ganz so abgespielt hat, wie Hala Gorani sich das erwünscht hätte, machen die Bilder das Drama der syrischen Flüchtlinge wieder in den Medien präsent. Nach dem letzten Bericht der Hilfsorganisation «Syrian Observatory for Human Rights» seien die vergangenen drei Wochen die blutigsten des ganzen Syrien-Konflikts gewesen.

Während die Politiker in Genf ihre zweite erfolglose Friedensgesprächsrunde beendeten, sind 6'000 Menschen im Bürgerkrieg ums Leben gekommen, meldet die Organisation. Auch UNHCR-Helfer Harper äusserte sich via Twitter dazu: «Mit dem Scheitern der Gespräche in Genf empfangen unsere Teams wieder syrische Flüchtlinge.»

CNN-Journalistin Gorani versuchte später, ihre Version zu verteidigen: Marwan sei sehr wohl in dem Moment von seinen Eltern getrennt worden und «ganz eindeutig auf Hilfe angewiesen gewesen.» Dies dürfe «nicht kleingeredet» werden. Ein UNO-Sprecher liess aber auch diesen Eintrag Goranis nicht gelten und widersprach der Reporterin ein weiteres Mal: «Marwans Familie lief kaum 20 Schritte vor ihm.»

Obwohl sich die Geschichte nicht ganz so abgespielt hat, wie Hala Gorani sich das erwünscht hätte, machen die Bilder das Drama der syrischen Flüchtlinge wieder in den Medien präsent. Nach dem letzten Bericht der Hilfsorganisation «Syrian Observatory for Human Rights» seien die vergangenen drei Wochen die blutigsten des ganzen Syrien-Konflikts gewesen.

Während die Politiker in Genf ihre zweite erfolglose Friedensgesprächsrunde beendeten, sind 6'000 Menschen im Bürgerkrieg ums Leben gekommen, meldet die Organisation. Auch UNHCR-Helfer Harper äusserte sich via Twitter dazu: «Mit dem Scheitern der Gespräche in Genf empfangen unsere Teams wieder syrische Flüchtlinge.»

Obwohl sich die Geschichte nicht ganz so abgespielt hat, wie Hala Gorani sich das erwünscht hätte, machen die Bilder das Drama der syrischen Flüchtlinge wieder in den Medien präsent. Nach dem letzten Bericht der Hilfsorganisation «Syrian Observatory for Human Rights» seien die vergangenen drei Wochen die blutigsten des ganzen Syrien-Konflikts gewesen.

Während die Politiker in Genf ihre zweite erfolglose Friedensgesprächsrunde beendeten, sind 6'000 Menschen im Bürgerkrieg ums Leben gekommen, meldet die Organisation. Auch UNHCR-Helfer Harper äusserte sich via Twitter dazu: «Mit dem Scheitern der Gespräche in Genf empfangen unsere Teams wieder syrische Flüchtlinge.»

(L´essentiel/ kle)

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