G20-Gipfel – Massive Ausschreitungen bei G20-Protest
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G20-GipfelMassive Ausschreitungen bei G20-Protest

Bei der Anti-G20-Demo «Welcome to Hell» in Hamburg ist es zu den ersten Zusammenstößen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen.

22 Uhr

Die Premierministerin Grossbritanniens, Theresa May, ist zusammen mit ihrem Ehemann Philip John in Hamburg angekommen.

21.30 Uhr

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sagte, es gebe mittlerweile viele Kleingruppen, die durch die Stadt zögen. Diese errichten Barrikaden; Beamte würden angegriffen. Die Lage sei weiterhin unübersichtlich. Mindestens sechs Beamte wurden verletzt. Über die Zahl verletzter Demonstranten liegen noch keine Angaben vor.

21.22 Uhr

Unmittelbar nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel den USA vorgeworfen, die internationale Zusammenarbeit als «Kampfarena» zu verstehen.

«Die Amerikaner haben eine schwierige Vorstellung, finde ich, von der Welt», sagte der Vizekanzler und SPD-Politiker am Global-Citizen-Festival in Hamburg, einem Pop-Konzert zum G20-Gipfel in Hamburg. «Die Vorstellung, die sie haben, ist, dass die internationale Zusammenarbeit nicht auf der Basis so zu sagen gemeinsam verabredeten Rechts entsteht, sondern das so zu sagen eine Kampfarena ist, wo der Stärkere sich Verbündete sucht, um gegen andere zu kämpfen.»

Gabriel hatte kurz vorher zusammen mit US-Außenminister Rex Tillerson an einem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und Trump vor dem G20-Gipfel teilgenommen. «Wir wollen die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren», sagte Gabriel anschließend. «Das ist eigentlich der Konflikt, den wir mit den Amerikanern derzeit haben.» Trotzdem müsse man «natürlich auch mit den Amerikanern und ihrem Präsidenten» reden, «weil es keinen Sinn hat, sich so zu sagen durch das Megafon zu erzählen, wie schwierig der andere ist».

21.05 Uhr

Aus der Menschenmenge lösten sich anschließend immer wieder einzelne Gruppen, die in Nebenstrassen verschwanden. Gewalttäter rüsteten sich laut Polizei mit Gerüstteilen und Steinen aus und zündeten weiterhin Gegenstände an. Einige Anwohner reagierten besonnen und löschten umgehend, wie die Polizei auf Twitter schrieb. Im Stadtteil Altona gingen Schaufensterscheiben zu Bruch.

21 Uhr

Die Polizei informiert via Twitter, dass sich die Lage auf der Reeperbahn beruhigt hat. Während an den anderen Orten noch Angriffe auf Einsatzkräfte und -Fahrzeuge verzeichnet werden, finden auf der Reeperbahn Kooperationsgespräche statt.

20.40 Uhr

Als die Einsatzkräfte versuchten, den «Schwarzen Block» der Vermummten vom Rest der Kundgebung zu trennen, eskalierte die Lage. «Unsere Wasserwerfer mussten eingesetzt werden», teilte die Polizei über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. «Die Einsatzkräfte wurden demnach mit Latten angegriffen, zudem habe es «massiven Bewurf mit Flaschen und Gegenständen» gegeben. In den Seitenstrassen begannen Vermummte demnach damit, Gegenstände auf den Strassen zu sammeln. Auch werde «Wurfmaterial» gesammelt.

20.15 Uhr

Die Polizei teilte zudem mit, dass einer ihrer Pressesprecher angegriffen worden sei und sich in Sicherheit habe bringen müssen.

20.10 Uhr

Etwa 1000 Vermummte hatten sich nach Angaben der Polizei unter die Demonstranten gemischt - was die Polizei nicht duldete. Sie stoppte den Zug und setzte Pfefferspray sowie mehrere Wasserwerfer ein. Sanitäter behandelten Verletzte.

Die Polizei sagte, man habe versucht, den «schwarzen Block» der Linksautonomen von den friedlichen Demonstranten zu trennen. Dies sei aber nicht gelungen.

20 Uhr

Bei der Demo gegen den G20-Gipfel hat es massive Ausschreitungen gegeben. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray gegen die Demonstranten ein. Nach Polizeiangaben wurden Einsatzkräfte mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen und angegriffen.

19.35 Uhr

Bei der Demo gegen den G20-Gipfel hat es massive Ausschreitungen gegeben. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray gegen die Demonstranten ein. Nach Polizeiangaben wurden Einsatzkräfte mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen und angegriffen.

19.25 Uhr

Der Demonstrationszug der von der Hamburger Polizei mit grosser Sorge beobachteten Anti-G20-Kundgebung «Welcome to Hell» hat sich am Abend in Bewegung gesetzt. Die Polizei sprach von 6000 Teilnehmern und einem friedlichen Auftakt. Die Veranstalter schätzten die Zahl auf etwa 8000.

Die Polizei kontrollierte die Handys von Demo-Teilnehmern. Auf Twitter erklärte sie, im Hafen seien mehrere Bus-Passagiere und die IMEI-Nummern ihrer Handys überprüft worden. Mit dieser Nummer kann jedes Handy eindeutig identifiziert werden. Apps oder persönliche Daten seien nicht ausgelesen worden, betonte die Polizei.

Die Polizei schätzt die Situation als nicht friedlich ein:

Außerdem fuhren Wasserwerfer auf. Sie standen auf der Strasse und blockierten den Demonstrationszug. Unter den Demonstranten gebe es «eine nicht unerhebliche Zahl» Vermummter, deshalb sei der Zug gestoppt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Außerdem habe es vereinzelte Flaschenwürfe gegeben.

19 Uhr

Die von der Polizei als besonders heikel eingeschätzte Anti-G20-Kundgebung «Welcome to Hell» hat mit zunächst schwacher Beteiligung begonnen. Mehrere hundert Demonstranten sammelten sich am Hamburger Fischmarkt.

Etwa zur selben Zeit landete US-Präsident Donald Trump auf dem Hamburger Flughafen. Vor allem gegen ihn richtet sich der Zorn vieler Demonstranten. Die Polizei sprach um 16 Uhr von 1300 Demonstranten und von einem stetigen Zustrom. Die Veranstalter nannten ebenfalls zunächst eine Zahl von mehreren hundert Teilnehmern. Sie kritisierten, dass bereits Wasserwerfer und Räumfahrzeuge aufgefahren seien.

Der eigentliche Demonstrationszug durch die Stadt sollte um 19 Uhr beginnen. Erwartet wurden etwa 10'000 Linksautonome. Die Polizei rechnet mit bis zu 8000 gewaltbereiten Demonstranten bei der offiziell als «Für eine solidarische Welt – gegen den G20-Gipfel» angemeldeten Kundgebung. Die Demonstration soll vom Fischmarkt über die Reeperbahn bis etwa 300 Meter an die Messehallen heran gehen. Keine andere Demonstration darf dem G20-Tagungsort in den Messehallen näher kommen.

(L'essentiel/NXP/afp)

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