Bayern München – Mats Hummels und die Meuterei bei den Bayern

Publiziert

Bayern MünchenMats Hummels und die Meuterei bei den Bayern

Dem Bayern-Verteidiger wird vorgeworfen, an der Absetzung von Trainer Carlo Ancelotti beteiligt gewesen zu sein.

101 Jahre nach der Filmpremiere von «Meuterei auf der Bounty» wird derzeit bei Bayern von Szenen berichtet, die an den Karibik-Blockbuster erinnern. Seit Trainer Carlo Ancelotti nach dem 0:3 gegen PSG entlassen wurde, wird in der Münchner Medienwelt heftig darüber debattiert, wer den stillen Admiral von Bord gestürzt hat.

Anlass für den neuen Aufruhr beim FC Hollywood ist eine Aussage von Bayern-Präsident Uli Hoeness, der im Radio FFH brisante Details aus dem innerste Kreis in die Öffentlichkeit trug. «Carlo hat fünf Spieler auf einen Schlag gegen sich gebracht», beschreibt Hoeness das schwierige Verhältnis der Führungsspieler mit dem italienischen Trainer.

«Der Verein hat die Hosen an»

Am häufigsten werden die Namen Robben, Ribéry, Müller, Lewandowski und Hummels genannt – Letzterer soll der Wortführer der rebellischen Bande gewesen sein. Ein Vorwurf, den der deutsche Verteidiger nicht auf sich sitzen lässt. «Es ist nicht okay, dass von mir als Königsmörder geschrieben wird», so Hummels nach dem 2:2 gegen Hertha BSC am Sonntag.

Von einer Meuterei will auch Thomas Müller nichts wissen. Der Bayern-Stürmer gibt aber zu, dass die Pleite in Paris eine große Unzufriedenheit bei der älteren Besatzung ausgelöst habe. «Natürlich war es so, dass einige Spieler bei dem Paris-Spiel überrascht waren und dementsprechend auch enttäuscht und sauer. Aber ich denke, der Verein hat die Hosen an und nicht die Spieler.»

Während sich die Führungsetage auf die Suche nach einem neuen Admiral macht, hat Willy Sagnol als interimistischer Kopf auf der Kommandobrücke verbal schon die Segel gestrichen. «Wir sind nicht mehr die stärkste Mannschaft in Deutschland», sagte der 40-jährige Franzose. Mit fünf Punkten Rückstand auf Leader Dortmund hat er natürlich recht, nur passen solche Sätze so gar nicht zum Selbstverständnis der Bayern.

(L'essentiel/sr)

Deine Meinung