Gebühren nach Luxemburg abgeführt: McDonald’s zahlt 1,25 Milliarden Euro, um Betrugsermittlungen zu entgehen

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Gebühren nach Luxemburg abgeführtMcDonald’s zahlt 1,25 Milliarden Euro, um Betrugsermittlungen zu entgehen

McDonald’s steht im Verdacht, seine Gewinne in Frankreich durch Lizenzgebühren an seine europäische Muttergesellschaft in Luxemburg künstlich gemindert zu haben. Das Ermittlungsverfahren wird gegen eine Zahlung nun eigestellt.

06.01.2016, Großbritannien, London: Das McDonalds-Logo ist an der Fassade einer Londoner Filiale zu sehen. Den britischen McDonalds-Filialen sind aufgrund eines akuten Mangels an Lastwagenfahrern die Milchshakes ausgegangen. (zu dpa «Fahrermangel: Britischen McDonalds gehen die Milchshakes aus») Foto: Nick Ansell/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

McDonald’s entgeht mit der Zahlung dem weiteren Ermittlungsverfahren.

Nick Ansell/PA Wire/dpa

Die Fast-Food-Kette McDonald’s zahlt in Frankreich die Summe von 1,25 Milliarden Euro, um Ermittlungen wegen Steuerbetrugs zu entgehen. Der Präsident des Gerichtshofs von Paris habe die entsprechende Abmachung zwischen der Finanzstaatsanwaltschaft und McDonald’s in Frankreich am Donnerstag gebilligt, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris mit. Die seit 2016 wegen des Verdachts des Steuerbetrugs geführten Ermittlungen würden damit eingestellt. Die französische Justiz verdächtigt McDonald’s, seine Gewinne in Frankreich durch Lizenzgebühren an seine europäische Muttergesellschaft in Luxemburg künstlich gemindert zu haben.

Anfang 2016 hatte die Finanzstaatsanwaltschaft Vorermittlungen eingeleitet, nachdem Gewerkschaftsvertreter eine Klage gegen McDonald’s Frankreich wegen organisierten Steuerbetrugs eingereicht hatten. Nach damaligen Angaben ging es um einen jährlichen Betrag von 75 Millionen Euro.

(L'essentiel/dpa)

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