Formel-1-Hammer: McLaren setzt Ricciardo vor die Tür

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Formel-1-HammerMcLaren setzt Ricciardo vor die Tür

Daniel Ricciardo hat keine Zukunft mehr bei McLaren. Der Australier soll den Rennstall mit Saisonende verlassen. Sein Nachfolger steht schon fest.

Daniel Ricciardo wird 2023 nicht für McLaren an den Start gehen.

Daniel Ricciardo wird 2023 nicht für McLaren an den Start gehen.

Imago Images

Das Fahrer-Karussell dreht sich in der Formel 1 besonders schnell. Die Zeit von Ricciardo bei den Briten ist abgelaufen. Der 33-jährige Australier, immerhin Sieger von acht Rennen, soll den Rennstall trotz eines noch bis Jahresende 2023 laufenden Vertrags mit dem Saisonende nach nur zwei Jahren verlassen.

Der Australier ist mit einem Gehalt von 15 Millionen Euro pro Saison einer der Topverdiener im Fahrerfeld, konnte zuletzt aber zu selten auf der Rennstrecke überzeugen. Mit 19 Zählern liegt Ricciardo bloß auf dem zwölften Rang der Fahrer-Weltmeisterschaft, hat 55 Punkte weniger eingefahren als sein Teamkollege Lando Norris.

Deshalb sollen die McLaren-Bosse dem 33-Jährigen laut ‹Motorsport-Total.com› bereits ihre Entscheidung mitgeteilt haben. Sein Vertrag soll aufgelöst werden. Das geht aber freilich nur mit einer millionenschweren Abfindung. Ein Wechsel ins neue Formel-E-Programm von McLaren ist derweil kein Thema, Ricciardo will weiterhin in der Formel 1 fahren.

Nachfolger steht parat

Der Nachfolger des Australiers steht bereits fest. Sein 21-jähriger Landsmann Oscar Piastri soll Ricciardo ersetzen. Der amtierende Formel-2-Meister, der aus dem Alpine-Nachwuchs kommt, dementierte zuletzt die Meldung des französischen Rennstalls, er sei der zweite Stammpilot und Nachfolger von Fernando Alonso. «Ich werde 2023 nicht für Alpine fahren», schrieb Piastri auf Twitter, schließlich wird der hochtalentierte Nachwuchsfahrer nächstes Jahr im McLaren sitzen.

Alpine soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge die Deadline für die Piastri-Klausel am 31. Juli versäumt haben. Alonso verkündete erst am 1. August seinen Wechsel zu Aston Martin. Die Franzosen behaupten aber weiter, einen gültigen Vertrag mit Piastri für 2023 zu haben, auch McLaren sieht sich im Recht. Der Fall wird nun vom Contract Recognition Board, der obersten Vertragsbehörde in der Formel 1, beurteilt. Der Schiedsspruch muss von allen Teams akzeptiert werden.

Ricciardo steht derweil vor der Rückkehr zu Alpine. 2020 verließ der Australier den Rennstall Richtung McLaren - zum Unmut von Renault. Nun ist der Australier der aussichtsreichste Kandidat auf die Alonso-Nachfolge.

(red)

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