Kim Schmitz – Megaupload-Gründer hält sich für unschuldig

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Kim SchmitzMegaupload-Gründer hält sich für unschuldig

Dem deutschen Megaupload-Gründer Schmitz wird Internet-Piraterie und Geldwäsche vorgeworfen. Vor einem Gericht in Neuseeland hat er seine Freilassung auf Kaution beantragt.

Der deutsche Megaupload-Gründer Kim Schmitz (rechts) wurde am Freitag in Neuseeland verhaftet. Verteidiger Paul Davison (links) beantragte seine Freilassung.

Der deutsche Megaupload-Gründer Kim Schmitz (rechts) wurde am Freitag in Neuseeland verhaftet. Verteidiger Paul Davison (links) beantragte seine Freilassung.

Der in Neuseeland verhaftete und wegen Internet-Piraterie und Geldwäsche angeklagte Gründer der Internet- Tauschbörse Megaupload, Kim Schmitz, hat sich vor einem Gericht für unschuldig erklärt. Er beantragte am Montag in Auckland deshalb eine Freilassung auf Kaution.

Die Staatsanwaltschaft hält jedoch die Fluchtgefahr für sehr hoch, da Schmitz Zugang zu viel Geld, Transportmöglichkeiten sowie mehreren Identitäten habe und außerdem schon mehrfach vor der Justiz geflohen sei.
Sein Verteidiger dagegen argumentierte, dass sein Reisepass beschlagnahmt und seine Finanzen eingefroren seien und Schmitz dauerhaft in Neuseeland bleiben wolle.

Weltgrößter Umschlagplatz für Raubkopien

Megaupload war eine der weltgrößten Umschlagplätze für Raubkopien, der Film- und Musikstudios um eine halbe Milliarde Dollar Einnahmen gebracht haben soll.

Schmitz hat eine der bizarrsten Karrieren der New Economy hingelegt und wurde zusammen mit drei weiteren Managern von Megaupload am Freitag in Auckland verhaftet. Die Behörde wirft ihnen unter anderem Verstöße gegen Gesetze zum Schutz von Urheberrechten, Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vor.

Harte Strafen

Die Strafen darauf sind hart: Allein auf Letzteres stehen 20 Jahre Haft. Die Polizei in Neuseeland beschlagnahmte Gegenstände im Wert von mehreren Millionen Dollar, Luxus-Autos wie etwa einen Rolls-Royce sowie umgerechnet acht Millionen Dollar von den Beschuldigten.

Laut Anklageschrift soll Megaupload mit dem Weiterverteilen von geschützten Filmen, Musiktiteln und Softwareangeboten über 175 Millionen Dollar eingenommen haben. Der gebürtige Deutsche Schmitz mischte seit Mitte der Neunzigerjahre in der deutschen Internetszene mit und ist für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt.

(L'essentiel Online/sda)

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