Seit Pandemie-Beginn: Mehr als 10.000 Patienten haben in Luxemburg die Online-Sprechstunde genutzt

Publiziert

Seit Pandemie-BeginnMehr als 10.000 Patienten haben in Luxemburg die Online-Sprechstunde genutzt

LUXEMBURG – Die Plattform eConsult wurde im Rahmen der Covid-Krise gestartet. War sie eine gute Idee? Wo hängt es noch? L'essentiel zieht eine erste Bilanz.

von
Olivier Loyens
Seit Anfang 2020 gab es 15.132 Online-Sprechstunden.

Seit Anfang 2020 gab es 15.132 Online-Sprechstunden.

pexels

Zwischen dem Start im März 2020 und Ende September 2022 haben 10.750 Patienten die Plattform eConsult benutzt, wie die Agentur eSanté gegenüber L'essentiel erklärt. Über eConsult lassen sich Online-Sprechstunden mit Ärzten und Hebammen abhalten. Das Ganze kann per Audio oder Video erfolgen. «15.132 Online-Sprechstunden gab es insgesamt», wie die Sprecherin der staatlichen Agentur erklärt, die für die Verarbeitung der Daten im Gesundheitswesen zuständig ist. «3108 im Gesundheitswesen Tätige haben den Service angeboten. 750 davon sind heute noch aktiv». 62 Prozent der Fachkräfte, die eConsult nutzen, sind Allgemeinmediziner.

Die luxemburgische Vereinigung der Ärzte und Zahnärzte («Association des médecins et médecins dentistes», AMMD) weist jedoch darauf hin, dass die Zahl der Beratungen seit Ende der Corona-Krise zurückgegangen sei. «Die Patienten kommen wieder in die Praxen», erklärt AMMD-Generalsekretär Félix Steichen. Daneben vermutet der gemeinnützige Verein «Patiente Vertriedung», dass die Plattform eConsult der breiten Bevölkerung nicht bekannt sei: «Um einen größeren Nutzen zu erreichen, müsste die Plattform von mehr Anbietern genutzt und besser bekannt gemacht werden.».

Man habe viele Beschwerden über die in Rechnung gestellten Beratungen erhalten. Was vor allem daran liege, dass es verschiedene Tarife gibt. «Handelte es sich um eine Sprechstunde oder mehrere? Wurde nur ein Untersuchungsergebnis mitgeteilt oder war es ein längeres Gespräch? Erfolgte die Beratung im Rahmen des Bereitschaftsdienstes? Während der Woche, nachts oder am Wochenende?» zeigt Félix Steichen die verschiedenen Möglichkeiten auf.

Agentur eSanté

Deine Meinung

0 Kommentare