In Luxemburg: Mehr als ein Viertel der Einwohner schaut illegal Filme und Serien

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In LuxemburgMehr als ein Viertel der Einwohner schaut illegal Filme und Serien

LUXEMBURG - Piraterie und Fälschungen sind unter den 15- bis 24-Jährigen in Luxemburg keine Seltenheit. Dies geht aus Daten hervor, die das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum am Mittwoch veröffentlicht hat.

Filme, Serien, Musik... Mehr als ein Viertel der Jugendlichen in Luxemburg bedienen sich an  Raubkopien.

Filme, Serien, Musik... Mehr als ein Viertel der Jugendlichen in Luxemburg bedienen sich an Raubkopien.

Für die 15- bis 24-jährigen Einwohner Luxemburgs ist es nicht ungewöhnlich, im Internet zu rauben, anstatt ein Abonnement zu bezahlen. So haben laut den Zahlen, die das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum am Mittwochmorgen veröffentlicht hat, 28 Prozent der jungen Menschen in Luxemburg in den letzten zwölf Monaten absichtlich auf raubkopierte Inhalte zugegriffen. Diese Zahl ist höher als auf europäischer Ebene (21 Prozent). Eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von Menschen in Luxemburg und im restlichen Europa ist zufällig auf raubkopiertes Material gestoßen.

EUIPO

Von diesen 28 Prozent hat die Hälfte Filme widerrechtlich kooperiert. Der gleiche Anteil hat illegal Serien gestreamt. Musik (27 Prozent der «Piraten»), Software (21 Prozent) und Live-Sportveranstaltungen (30 Prozent) folgen auf der Hitliste der beliebtesten Raubkopien der Jugendlichen in Luxemburg. Videospiele (18 Prozent) und E-Books (17 Prozent) vervollständigen diese Rangliste des virtuellen Diebstahls. Im Gegensatz dazu haben 53 Prozent der befragten Jugendlichen noch nie auf raubkopierte Inhalte zugegriffen. In diesem Bereich schneidet das Großherzogtum schlechter ab als der EU-Durchschnitt mit 60 Prozent.

Preis und Verfügbarkeit

Der Kauf von gefälschten Produkten ist unterdessen auf dem Vormarsch: 34 Prozent der jungen Menschen in Luxemburg geben zu, im vergangenen Jahr absichtlich ein solches Produkt gekauft zu haben, gegenüber 37 Prozent auf EU-Ebene (eine Zahl, die 2019 bei 14 Prozent lag). Kleidung und Accessoires sind die am häufigsten gekauften gefälschten Produkte (16% der Käufe), vor Schuhen (10 Prozent), Elektronik (9 Prozent) und Hygieneprodukten (6 Prozent). Darüber hinaus gaben 37 Prozent der Befragten an, dass sie auf den unbeabsichtigten Kauf eines gefälschten Produkts hereingefallen sind.

EUPIO

Das Europäische Amt liefert auch einige Daten zu den Motiven von Produktpiraten und Liebhabern von Fälschungen. Es überrascht nicht, dass «Preis und Verfügbarkeit nach wie vor die wichtigsten Faktoren für den Kauf sind, aber auch der Einfluss des Umfelds und der Gesellschaft wird immer wichtiger». Cyberbedrohungen, Cyberbetrug und die Auswirkungen auf die Umwelt erscheinen dagegen als abschreckende Faktoren.

(L´essentiel/jw)

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