Laut Eurostat: Einkommen jedes vierten Luxemburger Haushalts gestiegen

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Laut Eurostat Einkommen jedes vierten Luxemburger Haushalts gestiegen

LUXEMBURG – Trotz Pandemie hat sich die finanzielle Situation zwischen 2020 und 2021 für rund 25 Prozent der Bevölkerung verbessert.

von
Marion Chevrier
Für die meisten Haushalte Luxemburgs blieb die Einkommenssituation unverändert.

Für die meisten Haushalte Luxemburgs blieb die Einkommenssituation unverändert.

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Während die Preise in fast allen Bereichen immer weiter anstiegen, werden Rufe nach Anpassungen der Gehälter immer lauter. Über die Einkommensentwicklungen zwischen den Pandemiejahren 2020 und 2021 in europäischen Haushalten hat das nationale Statistikamt Eurostat am heutigen Mittwoch Daten veröffentlicht. Demnach blieben die Nettoeinkommen von 61,8 Prozent der luxemburgischen Haushalte mehr oder weniger unverändert. Dem Eurostat-Bericht zufolge ist die Zahl der Haushalte mit einem Zuwachs des Einkommens allerdings doppelt so hoch wie diejenigen, die ein vermindertes Einkommen im Untersuchungszeitraum registriert haben.

So haben 25,8 Prozent der luxemburgischen Haushalte zwischen 2020 und 2021 einen Anstieg ihrer Einkünfte verzeichnet. Damit liegt das Großherzogtum weit über dem EU-Durchschnitt von 17,5 Prozent und gehört damit zu den Ländern bei denen dieser Anteil am höchsten war. Zusammen mit Deutschland (25,6 Prozent), den Niederlanden (25,8 Prozent), Slowenien (27 Prozent), Rumänien (27 Prozent), Schweden (32,3 Prozent) und Tschechien (34,8 Prozent) führt Luxemburg das Eurostat-Ranking an. Auch die Bevölkerung der Nachbarländer Belgien und Frankreich lagen mit 20 Prozent Einkommenszuwachs ebenfalls über dem EU-Durchschnitt – wenn auch weniger deutlich.

Im Gegensatz dazu mussten «nur» 12,4 Prozent der luxemburgischen Haushalte eine vermindertes Einkommen hinnehmen. Auch damit liegt das Großherzogtum unter dem europäischen Durchschnitt (16 Prozent). Am niedrigsten war der Anteil Laut Eurostat in Rumänien und im benachbarten Belgien (5,4 Prozent bzw. 9,4 Prozent), wohingegen fast ein Viertel der Franzosen von einem Einkommensrückgang betroffen war. Das entspricht doppelt so vielen Betroffenen wie in Deutschland, wo 12,4 Prozent der Bevölkerung weniger Einkommen erhalten hat. Am höchsten war der Anteil übrigens Zypern (27,6 Prozent), dicht gefolgt von Griechenland mit 26,3 Prozent.

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