In Luxemburg – Mehr als jeder zehnte Zug kommt zu spät

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In LuxemburgMehr als jeder zehnte Zug kommt zu spät

LUXEMBURG – Das Schienennetz arbeite mit einem «Maximum seiner Kapazitäten zu Spitzenzeiten», so Infrastrukturminister Bausch über die Verspätungsrate bei Zügen.

Ein Zug gilt als «pünktlich», wenn seine Verspätung nicht mehr als sechs Minuten beträgt.

Ein Zug gilt als «pünktlich», wenn seine Verspätung nicht mehr als sechs Minuten beträgt.

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Die Pünktlichkeit der Züge ist zwischen 2017 und 2018 leicht von 88,8 auf 89 Prozent gestiegen, dies ergab die neue CFL-Berechnungsmethode, nach der auch ausgefallen Züge in die Kalkulation einfließen. Das teilte Infrastrukturminister François Bausch in einer parlamentarischen Antwort am Dienstag mit.

Ein Zug gilt als «pünktlich», wenn er die Verspätung von sechs Minuten nicht überschreitet, dies ist bei mehr als als einem von zehn verspäteten Zügen der Fall. Grund dafür ist ein «Dominoeffekt» im Netzwerk, der oft von dem kleinsten Vorfall ausgelöst werden kann. Fast vier von zehn Verspätungen sind auf die Belegung der Gleise durch einen anderen Zug zurückzuführen.

Durchschnittlich 1000 Züge pro Tag

Es folgen technische Probleme (neun Prozent) und Ausfälle von Zügen (sieben Prozent). Menschen und Tiere in der Nähe der Gleise, polizeiliche Maßnahmen oder das Überqueren von Absperrungen am Bahnübergang erklären nur 4,5 Prozent der Verspätungen. 16 Prozent der Verzögerungen sind zudem auf Schwierigkeiten auf den Strecken der Nachbarländer zurückzuführen.

Das Schienennetz arbeitet jedoch mit einem «Maximum seiner Kapazitäten zu Spitzenzeiten» von durchschnittlich 1000 Zügen pro Tag. Zur Situation der maximalen Auslastung kommen auch die steigenden Fahrgastzahlen und die Engpässe am Luxemburger Bahnhof hinzu.

Störungen durch Dritte erheblich gestiegen

Die Zahl der stornierten Züge (3,1 Prozent) stieg 2018, was hauptsächlich auf die Streiksituation der SNCF von April bis Juli zurückzuführen ist. Ein Drittel der gelöschten Fahrten ist auf solche Streiks oder Störungen durch Dritte zurückzuführen. Letztere sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen (+116 Prozent). Auch Probleme mit der Anlagenverfügbarkeit führen zu Löschungen (31 Prozent). Pannen (zehn Prozent) und Schwierigkeiten aus anderen Netzen (neun Prozent) sind weniger häufige Ursachen für Ausfälle.

(th/L'essentiel)

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