Trotz Bankgeheimnis-Ende – Mehr Beschäftigte am Luxemburger Finanzplatz

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Trotz Bankgeheimnis-EndeMehr Beschäftigte am Luxemburger Finanzplatz

LUXEMBURG – Obwohl das Bankgeheimnis abgeschafft wurde, wurden im Luxemburger Finanzsektor offenbar mehr Mitarbeiter angestellt.

Insgesamt wurden im luxemburgischen Finanzsektor in den ersten drei Quartalen 2015 359 neue Stellen geschaffen.

Insgesamt wurden im luxemburgischen Finanzsektor in den ersten drei Quartalen 2015 359 neue Stellen geschaffen.

DPA

Mit der Abschaffung des Bankgeheimnisses am 1. Januar 2015 gingen große Zweifel einher. Viele rechneten mit einem erheblichen Rückgang der Beschäftigten im Finanzsektor. Auch die Luxemburger Statistikbehörde Statec wagte im April 2014 eine negative Prognose: 2000 Stellen oder fünf Prozent der Beschäftigten würde das Großherzogtum mit dem Ende des Bankgeheimnisses verlieren.

Aber: Am Ende des dritten Quartals 2015 gab es sogar noch mehr Beschäftigte als zuvor. Um 359 Stellen wuchs der Arbeitsmarkt im Finanzsektor. So schön sich das anhören mag – Philipp von Restorff, Sprecher der Bankenvereinigung ABBL, mahnt zur Vorsicht: «Wir können hinsichtlich der kurz- und langfristigen Entwicklung wegen der kritischen politischen Situation nur ungenaue Prognosen machen», sagt er. Der Leitzins sei niedrig – und das bedeute auch kleinere Margen für die Banken. Dennoch verteilten die Geldhäuser immer noch hohe Provisionen – aber «nur wegen der guten Performance auf den Aktienmärkten».

Eine abschließende Bewertung des Jahres 2015 wollen die Banker erst Frühling nach Bekanntgabe der Ergebnisse veröffentlichen.

(pat/L'essentiel)

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