Film: «Mehr denn je» – Drama mit Vicky Krieps kommt bald in die Kinos

Publiziert

Film«Mehr denn je» – Drama mit Vicky Krieps kommt bald in die Kinos

Regisseurin Emily Atef ist mit «Mehr denn je» ein intimes Drama gelungen. Hauptdarstellerin Vicky Krieps ist ein Glücksfall für den Film.

HANDOUT - 24.11.2022, ---: Vicky Krieps als Helene und Gaspard Ulliel als Mathieu in einer Szene des Films «Mehr denn je» (undatierte Filmszene). Der Film kommt am 01.12.2022 in die deutschen Kinos. (zu dpa-Kinostarts) Foto: -/Pandora Film/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über den Film und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

-/Pandora Film/dpa

Die luxemburgische Schauspielerin Vicky Krieps hat zuletzt mit ihrer Rolle als Kaiserin Sisi im Film «Corsage» von sich reden gemacht. Nun steht sie ganz im Zentrum des Dramas «Mehr denn je». Sie spielt darin Hélène, die an einer schweren Lungenkrankheit leidet und vermutlich bald sterben wird. Ihr Mann Mathieu – Gaspard Ulliel in seiner letzten Rolle, bevor er Anfang 2022 nach einem Skiunfall starb – ihre Mutter und ihre Freunde sind betreten und behandeln Hélène übertrieben rücksichtsvoll, was diese kaum ertragen kann.

Die 33-Jährige hingegen wirkt, als wäre sie in einer Art Starre. «Was tun, wenn man stirbt» gibt sie eines Tages in einer Internet-Suchmaschine ein. Sie stößt auf den Blog eines ebenfalls sehr kranken Norwegers, genannt «Mister», der seinen Alltag mit trockenem Humor schildert. Hélène nimmt Kontakt zu ihm auf – und reist schließlich gegen den Willen Mathieus von Bordeaux zu ihrem neuen Bekannten nach Norwegen, wo sie in einer kleinen Bootshütte inmitten der Natur unterkommt.

Zwischen dem «Mister» (Bjørn Floberg) und Hélène entwickelt sich eine Freundschaft. Er ist der einzige, der nicht wertet, der sie ganz normal behandelt.

Intimes Drama über Sterben und Loslassen

Krieps kann in diesem Film ihre Schauspielkunst voll zur Geltung bringen. Was in Hélène vorgeht, spricht diese meist nicht aus. Obwohl Krieps angenehm zurückgenommen spielt, bringt sie die Gefühle ihrer Hauptfigur durch ein subtiles und nuanciertes Minenspiel zum Ausdruck.

Wenn sie beim trotzigen Spaziergang hechelnd zusammenbricht, hat man als Zuschauerin nicht nur das Bedürfnis, selbst tief durchzuatmen – sondern erträgt es kaum, Hélène zuzuschauen.

Die Natur, die Sterne, der Wind, der Himmel – alles in der wunderschönen und rauen Umgebung ist für Hélène zwar ein «Schock», aber auch «wie ein Trost», versucht sie Mathieu zu erklären. Der will noch nicht aufgeben und reist ihr hinterher – was abwechselnd zu Streits, Annäherungen und erneuter Entfremdung führt. Regisseurin Emily Atef ist mit «Mehr denn je» ein intimes Drama über das Sterben und das Loslassen gelungen.

In Deutschland kommt der Film am 1. Dezember in die Kinos, in Luxemburg ist laut der Kinepolis-Seite der 26. Januar vorgesehen.

(DPA)

Deine Meinung

0 Kommentare