In Luxemburg – Mehr Fahrer setzen sich unter Drogen ans Steuer

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In LuxemburgMehr Fahrer setzen sich unter Drogen ans Steuer

LUXEMBURG – In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Führerscheinpunkte, die aufgrund von Drogeneinfluss abgezogen wurden, stark angestiegen.

Im Jahr 2020 erhielten die 44 Fahrer, die unter Drogen einen Unfall verursacht hatten, ein Fahrverbot.

Im Jahr 2020 erhielten die 44 Fahrer, die unter Drogen einen Unfall verursacht hatten, ein Fahrverbot.

Im Jahr 2020 sind im Großherzogtum acht schwere Unfälle von insgesamt 219 auf Drogen am Steuer zurückgeführt worden. Ein Todesopfer wurde dabei glücklicherweise nicht registriert. Das teilten die Minister für Mobilität und Justiz am Mittwoch in einer parlamentarischen Antwort mit. Die Anzahl der schweren Unfälle mache 1,8 Prozent aller schweren oder tödlichen Unfälle in diesem Jahr aus. Im Vergleich dazu war Alkohol für 34 schwere Unfälle, darunter zwei tödliche, verantwortlich (15,5 Prozent). In sechs der acht Fälle hatte ein Fahrer Cannabis konsumiert.

In den vergangenen fünf Jahren lag die Zahl der schweren oder tödlichen Unfälle im Zusammenhang mit Drogen im Schnitt bei etwa zehn. Mit fünf tödlichen Unfällen stelle das Jahr 2017 bisher diesbezüglich den traurigen Höhepunkt dar. Die Zahl der Punkte, die Führerscheininhabern entzogen wurden, ist in den vergangenen Jahres drastisch angestiegen explodiert – von 240 im Jahr 2015 auf 774 im Jahr 2020. In dem Zeitraum verloren 710 Personen wegen Drogeneinfluss am Steuer ihren Führerschein.

Im Jahr 2020 erhielten die 44 Fahrer, die unter Drogen einen Unfall verursacht hatten (alle hatten Cannabis konsumiert), ein Fahrverbot. Nur zwei davon wurden allerdings zu einer Haftstrafe verurteilt. In 18 Fällen wurde eine Geldstrafe jenseits der 1000 Euro verhängt.

(mc/L'essentiel)

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