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Kein dramatischer AnstiegMehr Vergiftungen mit Desinfektions-Gel

LUXEMBURG – Seit der Corona-Krise gehört hydroalkoholisches Gel zur Desinfektion zu unserem Alltag. Das Gel sollte aber mit Vorsicht verwendet werden.

Hydroalkoholisches Desinfektionsgel sollte nicht in Mund und Augen gelangen.

Hydroalkoholisches Desinfektionsgel sollte nicht in Mund und Augen gelangen.

DPA/Bodo Schackow

Das belgische «Centre Antipoisons», das seit jeher eng mit Luxemburg zusammenarbeitet, hat mitgeteilt, dass «Vergiftungen durch hydroalkoholisches Gel die häufigste Ursache für Anrufe» geworden ist. Vergangenes Jahr kontaktierten in diesem Zusammenhang 306 Menschen die Organisation, zwischen Januar und April 2021 waren es bereits 641. In Luxemburg hingegen waren es im Jahr 2020 lediglich «21 Vorfälle», so das Centre Antipoisons. Zwischen Januar und Juni 2021 gab es im Land neun Vergiftungen. Man könne also nicht von einem dramatischen Anstieg sprechen.

Am häufigsten tritt der gefährliche Kontakt mit dem hydroalkoholischen Gel in Augen (meist Erwachsene) oder im Mund (meist Kinder) auf. Kinder können laut dem belgischen Giftinformationszentrum ein Glas Limonade trinken, um die Wirkung des Gels (das immerhin zu mehr als 70 Prozent aus Alkohol besteht) abzuschwächen. Wenn das hydroalkoholische Gel in die Augen gelangt, ist es ratsam, sie gründlich mit Wasser auszuspülen.

(fl/L'essentiel)

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