Laut Umfrage – Mehrheit der Befragten ist für den Tram-Bau
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Laut UmfrageMehrheit der Befragten ist für den Tram-Bau

LUXEMBURG - 70 Prozent waren im November für den Bau einer Straßenbahn in der Hauptstadt. Das ergab eine Umfrage von Luxtram, die am Donnerstag präsentiert wurde.

Insgesamt 1014 Personen - darunter 210 Grenzgänger - wurden im vergangenen Herbst befragt.

Insgesamt 1014 Personen - darunter 210 Grenzgänger - wurden im vergangenen Herbst befragt.

Luxtram/TNS

Es gibt wenige Themen, die im Großherzogtum derzeit so heiß diskutiert werden, wie der Bau der Tram. Im Juni soll über das Großprojekt im Parlament abgestimmt werden. Doch wollen die Luxemburger die Straßenbahn überhaupt? Eine Vielzahl von Kommentaren auf L’essentiel zeichnen ein deutliches Bild: Nein, in Zeiten des Sparens sei ein 230,52 Millionen Euro teures Projekt überambitioniert, so der Tenor. In dieselbe Kerbe schlägt auch eine Online-Petition, die ein Referendum zum Tram-Bau fordert. Sie hat als erste der im April eingeführten Petitionen die nötigen 4‘500 Unterschriften erreicht, am Donnerstagmittag waren es gar 6'832. Nun muss sich das Parlament in einer öffentlichen Debatte mit der Forderung beschäftigen; diese ist für den 27. Mai angesetzt.

Falls es zu einem Referendum kommen sollte, stünden die Chancen für den Tram-Bau - entgegen der vielen Kritik - gar nicht schlecht. Dieses Bild zeichnet zumindest eine von Luxtram in Auftrag gegebene Umfrage, deren Ergebnisse am Donnerstag präsentiert wurden. Im November hielten demnach 70 Prozent von den 1'014 Befragten eine Tram in der Hauptstadt für eine «gute Sache». Lediglich 23 Prozent äußerten sich negativ zum Tram-Projekt. Sieben Prozent gaben an, unentschieden zu sein.

Befragt wurden neben 804 Luxemburger Einwohnern auch 210 Grenzgänger. Bei der letzteren Kategorie ist die Zustimmung noch höher: 77 Prozent sind für die Tram, nur elf Prozent dagegen. Auffällig ist außerdem, dass die Zustimmung zur Straßenbahn mit zunehmendem Alter der Befragten abnimmt. So halten gerade mal 41 Prozent der über 65-Jährigen das Projekt für eine gute Sache.

(Philip Weber/L'essentiel)

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