Coronavirus in Luxemburg – Meisch setzt auf Schnelltests und Impfungen
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Coronavirus in LuxemburgMeisch setzt auf Schnelltests und Impfungen

LUXEMBURG – In etwa zwei Wochen läuft im Großherzogtum wieder der Schulbetrieb. Zur Rentrée müssten die Hygieneregeln laut dem Bildungsminister «nicht neu erfunden» werden.

«Wir müssen die Schüler und Lehrer schützen, damit sich das Coronavirus nicht über die Schulen verbreitet, denn auch die neue Rentrée steht im Zeichen des Virus», sagte Bildungsminister Claude Meisch (DP) beim Pressebriefing am Donnerstag. Die Hygieneregeln müssten auch in diesem Jahr gut funktionieren aber nicht neu erfunden werden. Bei rasch steigenden Infektionszahlen wollte Meisch eine mögliche Verschärfung der Regeln nicht ausschließen: «Die Stärke des Schulsystems war bislang, dass es sich so gut anpassen konnte.»

Wie bereits Premier Bettel rückte auch Meisch das Thema Impfungen in den Mittelpunkt. Mittlerweile seien 50 Prozent der 12- bis 18-Jährigen und 90 Prozent des Lehrpersonals in Luxemburg geimpft. «Das hilft das Infektionsgeschehen abzubremsen», so Meisch. Außerdem sollen weiterhin die Schnelltests zur Sicherheit beitragen und einen weiteren Schritt in Richtung Normalität gewährleisten. Das Ziel der Regierung sei es, dass der Unterricht ohne Masken stattfinde, der Präsenzunterricht aufrechterhalten und das Virus von den Schulen ferngehalten werden könne. «Impfen und Testen ist der Schlüssel dazu», sagte Meisch. Sollte aber ein Schüler positiv getestet werden (Szenario 1), gilt die Maskenpflicht wieder für die komplette Klasse, auch während des Unterrichts. Die Gruppe wird dann auch weiterhin von den anderen Klassen isoliert.

Testangebot wird ausgebaut

Meisch präzisierte das Thema Maskenpflicht: «Sobald die Schüler auf ihren Plätzen sitzen, können sie die Masken abnehmen.» Auch auf den Pausenhöfen sei die Maske nicht obligatorisch – anders als in den Schulbussen, auf den Fluren oder wenn sich die Schüler durch den Klassensaal bewegen. Schnelltests sollen zum Beginn des neuen Schuljahres häufiger angeboten werden. In den Schulen sind zwei freiwillige Tests pro Woche vorgesehen, Sekundarschüler sollen einen der wöchentlichen Tests auch zu Hause durchführen können. Sitzgruppen, an denen vier Schüler sitzen, und Freizeitausflüge seien weiterhin erlaubt.

Auch Gesundheitsministerin Paulette Lenert erklärte, dass sich noch möglichst viele Schüler impfen lassen. Wichtig sei auch, dass die Anzahl der Tests erhöht werde. Bei möglichen Infektionsclustern könne eine Schule vermehrt auf PCR-Tests zurückgreifen. Für die betroffene Klasse gelte dann die Quarantänepflicht (Szenario 2).

(sw/lh/L'essentiel )

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