Bildungsstreit – Meisch will ohne Gewerkschaften verhandeln

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BildungsstreitMeisch will ohne Gewerkschaften verhandeln

LUXEMBURG - Bildungsminister Claude Meisch glaubt in der jetzigen Konstellation nicht an eine Lösung im Bildungsstreit. Er will ohne Gewerkschaften weitermachen.

Luxemburgs Sekundarschüler müssen weiter auf eine Reform warten.

Luxemburgs Sekundarschüler müssen weiter auf eine Reform warten.

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Die Wortgefechte zwischen Bildungsministerium und Luxemburgs Gewerkschaften gehen weiter. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen den beiden Parteien hat Bildungsminister Claude meisch erneut die Lehrervertreter kritisiert, sich nicht an die Abmachungen bezüglich der Reformen zur Sekundarstufe II gehalten zu haben.

Die Reformen sollten vor allem dazu dienen, die Zahl der Schuljahr-Wiederholungen zu reduzieren. Nach Angaben des Ministeriums bleiben 70 Prozent der Schüler in ihrer Laufbahn mindestens einmal sitzen. Die Gewerkschaften hätten trotz einer Vereinbarung die vorgeschlagene Lösung nicht akzeptiert, sagt Meisch. OGBL/SEW-Vize Jules Barthel erklärt derweil, Meisch wolle vor allem langjährige Lehrkräfte mit Zusatzaufgaben belasten und so für ein Übermaß an Arbeit sorgen. Die Situation ist festgefahren.

Für weitere Gespräche sei Meisch nun zwar offen, allerdings «mit neuen Partnern. Ich bin bereit, die Verhandlungen mit den Lehrern weiterzuführen, allerdings ohne die Repräsentanten.» Mit den Gewerkschaften könnten die Gespräche nicht weiterentwickelt werden.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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