Mercedes EQE: Mercedes sorgt für Spannung in der oberen Mittelklasse

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Mercedes EQEMercedes sorgt für Spannung in der oberen Mittelklasse

Mit dem EQE bringen die Schwaben eine zweite große Limousine mit Elektroantrieb.

von
Dave Schneider
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Elektrisch auf die große Reise: Mit dem EQE sind lange Distanzen kein Problem, eine Akkuladung reicht bis 654 Kilometer.

Elektrisch auf die große Reise: Mit dem EQE sind lange Distanzen kein Problem, eine Akkuladung reicht bis 654 Kilometer.

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Die starken Allradvarianten EQE 500 4Matic mit 300 kW/408 PS sowie 53 AMG mit 505 kW/687 PS folgen später im Jahr.

Die starken Allradvarianten EQE 500 4Matic mit 300 kW/408 PS sowie 53 AMG mit 505 kW/687 PS folgen später im Jahr.

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Der riesige Hyperscreen, der sich fast über die gesamte Innenraumbreite zieht, ist auch im EQE als Option erhältlich.

Der riesige Hyperscreen, der sich fast über die gesamte Innenraumbreite zieht, ist auch im EQE als Option erhältlich.

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Schaffe, schaffe, Häusle baue – dieser schwäbische Ausspruch kann gut auch auf Mercedes-Benz bezogen werden. Statt Häusle bauen die Stuttgarter zwar Autos, doch fleißig ist der älteste Autohersteller der Welt zweifellos, besonders, wenn es um die Elektromobilität geht. EQA, EQB, EQC, EQS und EQV sind inzwischen auf dem Markt, dazu gesellt sich ab sofort der EQE. Bald folgen außerdem der EQS SUV (vgl. Box) und der EQE SUV, und auch von der sehr beliebten G-Klasse soll es bald eine rein elektrische Version geben.

Platz in Hülle und Fülle

Zunächst folgt mit dem EQE eine Limousine in der oberen Mittelklasse – und die sieht gut aus. Harmonische Proportionen, im Windkanal feingeschliffen und mit einer auffälligen Lichtsignatur garniert, wirkt das neue Modell edel und elegant, wie es wohl beabsichtigt war. Nach dem noch längeren EQS ist der knapp fünf Meter lange EQE das zweite Modell, das auf einer neuen Elektroplattform für große Fahrzeuge aufbaut. Die Vorteile dieser nur auf E-Antrieb ausgelegten Plattform kommen im EQE voll zum Tragen: Die Platzverhältnisse sind noch deutlich großzügiger als in der aktuellen E-Klasse – der Innenraum beispielsweise ist acht Zentimeter länger.

Das Cockpit wurde vom EQS abgeleitet. Dessen Hyperscreen, bestehend aus drei großen Displays, die optisch zu einem Element zusammengefasst sind und sich über fast die gesamte Innenbreite erstrecken, ist im EQE als Option erhältlich. Standard sind ein freistehender Bildschirm für das Infotainmentsystem sowie ein Screen für das Kombi-Instrument. Zusammen mit dem riesigen Head-up-Display mit Augmented-Reality-Anzeige prasseln fast zu viele Informationen auf den Fahrer oder die Fahrerin ein – daran muss man sich erst einmal gewöhnen, um nicht zu stark vom Fahren abgelenkt zu werden.

Dank Hinterachslenkung ist die Limousine erstaunlich handlich, die optionale Luftfederung sorgt für einen hervorragenden Fahrkomfort, die Geräuschisolation ist absolut adäquat. Der EQE ist ein luxuriöser Langstreckengleiter, und dank einer riesigen Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von über 90 kWh kommt er tatsächlich auch weit: Die Version 350+ mit Heckantrieb und 215 kW/292 PS schafft bis 654 Kilometer mit einer Akkuladung. Der 43 AMG mit zwei Elektromotoren, 350 kW/476 PS und Allradantrieb kommt etwas weniger weit. Später im Jahr folgen mit dem 500 und dem 53 AMG noch Varianten mit 300 kW/408 PS respektive 505 kW/687 PS.

Geladen wird in allen Varianten mit maximal 170 kW – eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert so gut eine halbe Stunde. Die Preise starten bei 76.050 Euro für den 350+ respektive 102.960 Euro für den 43 AMG. Das ist viel Geld, doch man bekommt dafür auch eine Menge Auto.

Dasselbe in Hoch

Als Derivate der Limousinen EQE und EQS wird Mercedes jeweils eine SUV-Variante anbieten. Der größere EQS SUV wurde nun präsentiert. Der EQS SUV ist optional auch als Siebenplätzer erhältlich. Platz dafür ist reichlich vorhanden: Mit einer Länge von 5,13 Metern und einer Breite von 1,96 Metern verfügt der EQS SUV über einen Radstand von 3,21 Metern. Damit sich der Riese nicht zu sperrig fährt, verfügt auch der SUV über eine Hinterradlenkung. Das Basismodell 450+ verfügt über 265 kW/360 PS Leistung, 568 Nm Drehmoment und Heckantrieb. Die Allradvariante 450 4Matic hat die gleiche Leistung, allerdings mit 800 Nm deutlich mehr Drehmoment. Die Topversion 580 4Matic schickt 400 kW/544 PS und 858 Nm auf alle vier Räder. Preise für den EQS SUV sind noch nicht bekannt, der Bestellstart ist im Sommer, die Markteinführung ist im Herbst geplant.

Etwas kürzer, dafür höher als die Limousine, bietet der EQS SUV bis sieben Sitze mit guten Platzverhältnissen.

Etwas kürzer, dafür höher als die Limousine, bietet der EQS SUV bis sieben Sitze mit guten Platzverhältnissen.

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