Kaméidi – Metalfans starten Podcast auf Luxemburgisch
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KaméidiMetalfans starten Podcast auf Luxemburgisch

«Kaméidi» bedeutet «Lärm» auf Luxemburgisch und ist oft das, was ungeübte Ohren beim Thema «Metal» wahrnehmen. Zwei Luxemburger wollen mit ihrem Podcast aufklären.

«Mach mal den Kaméidi leiser! So wurden wir eigentlich immer Zuhause begrüßt, wenn die Musik mal wieder zu laut war», erklärt Gilles die Ursprungs-Idee für die Namensgebung des ersten luxemburgischen Metal-Podcasts, den er vergangenes Jahr mit seinem Freund Pit startete. Beide hören schon seit rund 20 Jahren Metal und kennen sich seit der Schulzeit. Die Idee für einen Metal-Podcast hatten die beiden Luxemburger schon länger, aber im von Corona-Lockdowns geprägten Jahr 2020 wurde «Kaméidi - Luxembourg's finest Metal Podcast» dann tatsächlich in die Tat umgesetzt. «Aus Bequemlichkeit und zeitlichen Gründen haben wir es bisher nie geschafft. 2020 war das perfekte Jahr, um sowas anzufangen. Wir hatten sowieso nix zu tun, aus der Langeweile heraus haben wir dann etwas Konstruktives geschaffen», erklärt Pit die Entstehungsgeschichte.

Im Oktober ging die erste Episode «Kaméidi» online, mittlerweile sind daraus beeindruckende 17 geworden, bei Facebook haben die beiden Luxemburger mit ihrer Metal-Talkrunde über 500 Fans angesammelt. «Dass es so einschlagen würde, hätten wir nicht gedacht», erklärt Gilles. Die Themen reichen von der Rolling Stone-Liste der 100 besten Metal-Alben über Genre-spezifische Folgen (Thrash Metal, Power Metal), «Heavy Metal Cinematics» bis hin zu Folgen, in denen mit luxemburgischen Bands gesprochen wird, wie etwa den auch von L'essentiel erst kürzlich interviewten «Scarred». So kommen sowohl die großen Klassiker, als auch Genre-Perlen und luxemburgische Geheimtipps im Podcast zum Zug.

« Man muss einfach ein offenes Ohr haben »

Auch die Entscheidung die musikalische Talkrunde auf Luxemburgisch zu etablieren war eine ganz bewusste: «Es gibt unglaublich viele internationale Metal-Podcasts auf Englisch, aber noch keinen auf Luxemburgisch. Aus Respekt, auch vor unseren Wurzeln, wollten wir es auf Luxemburgisch machen. Wir wussten, dass es keine Millionenmasche wird, aber es war die richtige Entscheidung», so Gilles. Die luxemburgische Metal-Szene hat für beide etwas «heimisches». «Es ist halt ein kleines Land, dementsprechend ist auch die Metal-Szene klein. Dafür kennt jeder jeden», erklärt Pit. Die Übersichtlichkeit bringe aber auch Nachteile mit sich, so schaffen es Bands «selten über die Landesgrenzen hinaus», bemerkt Gilles.

(Dustin Mertes/L'essentiel)

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