Nach Vettel-Rücktritt: Mick Schumacher will Vorbild für deutschen Formel-1-Nachwuchs sein

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Nach Vettel-RücktrittMick Schumacher will Vorbild für deutschen Formel-1-Nachwuchs sein

Mick Schumacher fürchtet sich nicht davor, künftig ohne Sebastian Vettel das einzige deutsche Aushängeschild der Formel 1 zu sein.

ARCHIV - 07.07.2022, Österreich, Spielberg: Formel 1: Pressekonferenz des Weltverbands vor dem Großen Preis von Österreich: Mick Schumacher aus Deutschland vom Team Haas beantwortet die Fragen der Journalisten während einer Pressekonferenz. (zu dpa «Punkte, Urlaub, neuer Vertrag: Mick Schumachers Formel-1-Fahrplan») Foto: Matthias Schrader/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Pressekonferenz des Weltverbands vor dem Großen Preis von Österreich: Mick Schumacher aus Deutschland vom Team Haas beantwortet die Fragen der Journalisten während einer Pressekonferenz.

Matthias Schrader/AP/dpa

Mick Schumacher fürchtet sich nicht davor, künftig ohne Sebastian Vettel das einzige deutsche Aushängeschild der Formel 1 zu sein. «Ich nehme es als Herausforderung und freue mich darauf», sagte der 23-Jährige vor dem Großen Preis von Ungarn in Budapest: «Vielleicht gibt es das eine oder andere Kind, das künftig mich als Vorbild nimmt.»

Nach dem feststehenden Rücktritt von Vettel am Ende der laufenden Saison dürfte Schumacher 2023 der einzige deutsche Pilot in der Motorsport-Königsklasse sein. Noch hat er aber seinen Vertrag beim US-Rennstall Haas nicht verlängert. Die Wahrscheinlichkeit dafür gilt jedoch als sehr hoch.

«Ich würde es lieben, in Deutschland ein Rennen zu fahren»

«Ich wünschte, da wären mehr Deutsche, die von unten hochkommen», sagte Schumacher im Fahrerlager vor dem Grand Prix am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) zum fehlenden Nachwuchs aus seinem Heimatland. Hoffnungsvolle deutsche Talente drängen nicht nach. «Ich habe versucht, in den letzten zwei Jahren zu pushen», sagte Schumacher zu seinen Versuchen, den Motorsport voranzubringen. Vieles scheitere am fehlenden Geld, sagte der Youngster.

Als er selbst früher noch im Kart fuhr, gab es eine Vielzahl Deutscher in der Formel 1 - in der Spitze waren es bis zu sieben in einer Saison. Damals gab es auch regelmäßige Rennen, sowohl der Hockenheimring als auch der Nürburgring gehören aber schon seit Jahren nicht mehr zum festen Rennkalender. «Ich würde es lieben, in Deutschland ein Rennen zu fahren», sagte Schumacher. Es gilt aber als sicher, dass die Auto-Nation auch 2023 und nach aktuellem Stand auch darüber hinaus zunächst keinen Großen Preis mehr bekommen wird. Auch, weil dies an der nötigen Finanzierung scheitert.

(DPA)

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