Nach Legalisierung – Mike Tyson soll Cannabis aus Malawi bewerben

Publiziert

Nach LegalisierungMike Tyson soll Cannabis aus Malawi bewerben

Der afrikanische Staat hat Anbau und Gebrauch von Cannabis weitgehend legalisiert. Die Qualität des heimischen Ware genießt einen guten Ruf. Den soll der Ex-Boxer jetzt verbreiten.

Der einst gefürchtetste Boxer der Welt hat sich schon länger ein sanfteres Image zugelegt. Seit 2016 ist Mike Tyson, der laut eigenen Angaben mit zehn Jahren angefangen hat zu kiffen, erfolgreich im Cannabis-Business aktiv. Mit seiner Firma Tyson Holistics verkauft er in den USA diverse Sorten Hanf, Kiffer-Zubehör, Merchandise und Lebensmittel, das Unternehmen betreibt seit drei Jahren eine eigene Farm für den Anbau in Kalifornien. Dort gibt es auch eine Schule, die den richtigen Anbau lehrt, sowie ein Amphitheater und einen Luxus-Zeltplatz.

Nun soll «Iron Mike» (55) auch in Afrika tätig werden. Lobin Low, Agrikulturminister von Malawi, hat Tyson angeschrieben und gebeten, als Botschafter für das im ostafrikanischen Land produzierte «Chamba» tätig zu werden. «Malawi kann den Weg nicht alleine gehen, da die Industrie komplex ist und Zusammenarbeit erfordert. Deshalb möchte ich Sie, Mr. Mike Tyson, als Botschafter für das malawische Cannabis einsetzen», heißt es im Brief, den die BBC zitiert.

«Malawi Gold» als Exportschlager

Laut Wezi Ngalamila vom malawischen Ableger der United States Cannabis Association, die den Deal einzufädeln half, hat der Ex-Boxer die Einladung akzeptiert. «Tyson wird mit uns arbeiten», sagte er. Er hofft darauf, dass die schillernde Figur Tyson «Investorinnen und potentielle Kunden» anziehen wird. Zudem soll er sein Wissen im Anbau einbringen.

Das afrikanische Land hat den Anbau und die Verarbeitung von Hanf anfangs 2020 legalisiert. Obwohl der Konsum noch nicht ganz straffrei ist, werden Farmer dazu ermuntert, das lukrativ zu verkaufende Kraut anzubauen. Cannabis hat allerdings schon eine lange Geschichte in Malawi – und offenbar einen hervorragenden Ruf im Ausland. Illegal exportiertes «Malawi Gold» ist bei Kiffern weltweit bekannt.

(L'essentiel/trx)

Deine Meinung