Europäische Staatsanwaltschaft : Milliarden-Mehrwertsteuerbetrug aufgedeckt – auch Luxemburger mitbeteiligt

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Europäische Staatsanwaltschaft Milliarden-Mehrwertsteuerbetrug aufgedeckt – auch Luxemburger mitbeteiligt

LUXEMBURG – Die Europäische Union hat nach eigenen Angaben einen internationalen Steuerbetrug im Umfang von geschätzt 2,2 Milliarden Euro aufgedeckt.

EU-Behörden haben nach eigenen Angaben einen komplexen internationalen Steuerbetrug über geschätzt 2,2 Milliarden Euro aufgedeckt. An dem «vermutlich größten jemals in der EU ermittelten Mehrwertsteuerbetrug» seien Hunderte Menschen beteiligt gewesen, teilte die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) am Dienstag in Luxemburg mit. Das Mehrwertsteuerbetrugssystem habe «auf dem Verkauf beliebter elektronischer Waren basiert». Geräte wurden online verkauft und gleichzeitig wurden von den nationalen Behörden Mehrwertsteuer-Rückerstattungen eingefordert.

In 14 Ländern – Luxemburg, Belgien, Zypern, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen, den Niederlanden, Portugal, Rumänien, der Slowakei und Spanien, fanden am Dienstag mehr als 200 Durchsuchungen statt. Mitte Oktober gab es schon Durchsuchungen in sechs Ländern, darunter Tschechien und Schweden.

Das Netzwerk soll bis nach Albanien, China, Singapur, Mauritius, Serbien, in die Türkei und Schweiz sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA gereicht haben. Ein erster Betrugsverdacht kam in Portugal auf, wo im April 2021 die portugiesische Steuerbehörde in Coimbra ein Unternehmen untersuchte, das elektronische Geräte wie Handys, Tablets und Kopfhörer verkaufte.

(dpa )

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