Lebenslange Haft – Millionenerbe Durst wegen Mordes verurteilt

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Lebenslange HaftMillionenerbe Durst wegen Mordes verurteilt

Der New Yorker Immobilienerbe Robert Durst ist wegen des Mordes an seiner engen Freundin Susan Berman zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

«Dieses Verbrechen war ein Zeugenmord», sagte Richter Mark Windham am Donnerstag (Ortszeit) vor der Verkündung des Strafmaßes. Dieser Umstand erschwere die Schuld.

Einen Antrag der Verteidigung für eine neue Verhandlung lehnte der Richter ab: «Es gibt genügend, ja sogar überwältigende Beweise für die Schuld.» Auch Bermans Sohn Sareb Kaufman erschien am Donnerstag vor Gericht. Er schilderte unter Tränen, wie er sich immer wieder die Frage stelle, wie ein Leben an der Seite seiner Mutter verlaufen wäre. «Jeder Plan wurde komplett über den Haufen geworfen.»

Schon Mitte September für schuldig befunden

Durst war Mitte September in einem aufsehenerregenden Mordprozess für schuldig befunden worden. Die Geschworenen gelangten zu der Überzeugung, dass er im Dezember 2000 seine enge Freundin Berman in ihrem Haus in Los Angeles mit einem Schuss in den Hinterkopf tötete.

Der Prozess gegen den unter anderem aus einer Doku-Serie des Senders HBO bekannten Multimillionär Durst hatte im März 2020 begonnen. Durst hatte nach Ansicht des Gerichts mit seiner Tat verhindern wollen, dass Berman zum Verschwinden seiner Ehefrau Kathleen im Jahr 1982 von der New Yorker Polizei befragt wird.

Auch bei dem Verschwinden seiner Frau steht Durst unter Verdacht. Der Immobilienerbe war im März 2015 in einem Hotelzimmer in New Orleans festgenommen worden – nur wenige Stunden vor Ausstrahlung des Finales der HBO-Fernsehdokumentation «The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst» ("Der Unglücksbringer: Das Leben und die Tode des Robert Durst").

Aus Versehen Mordgeständnis in Doku abgelegt

Darin hatte Durst offenbar unbeabsichtigt eine Art Mordgeständnis abgelegt. Der Multimillionär war sich offenbar nicht bewusst, dass das Mikrofon angeschaltet war, als er vor sich hin murmelte: «Was zum Teufel habe ich getan? Sie alle umgebracht, natürlich.» Dursts Anwälte argumentierten, die Aufnahme sei stark bearbeitet und verändert worden.

Die HBO-Dokumentation befasste sich auch ausführlich mit dem Tod eines Nachbarn Dursts im Bundesstaat Texas im Jahr 2001. Der Immobilienerbe hatte den Mann in einer Auseinandersetzung erschossen und dessen Leiche zerstückelt. Zwei Jahre später wurde er aber überraschend wegen Notwehr freigesprochen.

(L'essentiel/AFP/sys)

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