Reisebus brennt komplett aus – Mindestens 45 Tote bei Horror-Unfall in Bulgarien
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Reisebus brennt komplett ausMindestens 45 Tote bei Horror-Unfall in Bulgarien

Rund 40 Kilometer südlich der bulgarischen Hauptstadt hat sich in der Nacht ein schwerer Bus-Unfall ereignet. An Bord des Busses befanden sich auch 12 Kinder.

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Der Bus ist den Bildern nach komplett ausgebrannt.

Der Bus ist den Bildern nach komplett ausgebrannt.

Reuters
Der Bus crashte ersten Erkenntnissen nach in eine Leitplanke.

Der Bus crashte ersten Erkenntnissen nach in eine Leitplanke.

Reuters
Feuerwehrleute an der Unfallstelle.

Feuerwehrleute an der Unfallstelle.

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Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur BTA zufolge mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zum Dienstag auf der Struma-Autobahn etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia, wie BTA unter Berufung auf das Innenministerium meldete.

Unter den Passagieren sollen nach Informationen des Sender bTV zwölf Kinder gewesen sein. Der Bus habe sich auf dem Weg von Istanbul zur nordmazedonischen Hauptstadt Skopje befunden, berichtete bTV. «45 oder 46 Personen sind tot», sagte der Polizeikommissar Nikolai Nikolow im Sender BNT. Nikolow leitet die Abteilung für Brand- und Zivilschutz im Innenministerium. Sieben Passagiere wurden nach seinen Angaben lebend geborgen und ins Krankenhaus gebracht.

Der Bus hatte dem Bericht zufolge kurz nach 2 Uhr morgens aus noch ungeklärten Gründen eine Leitplanke gerammt und sich dann überschlagen. Ersten Erkenntnissen zufolge gab es auch deshalb so wenige Überlebende, weil der Bus in Flammen stand. Ob er bereits vor dem Unfall Feuer gefangen hatte oder sich zunächst überschlug und dann in Flammen aufging, war zunächst unklar.

Bus war in Skopje registriert

Insgesamt hätten sich rund 50 Passagiere und zwei Fahrer in dem Bus befunden, berichtete das Staatsradio unter Verweis auf die Polizei. Bei den Opfern soll es sich dem Bericht zufolge vorwiegend um Menschen aus Nord-Mazedonien handeln. Der Bus war laut BTA in Skopje registriert, aus der Türkei nach Bulgarien gekommen und befand sich auf dem Weg nach Nord-Mazedonien.

Die Generalstaatsanwaltschaft nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Bulgariens Interims-Regierungschef Stefan Janew nahm telefonisch Kontakt zum nord-mazedonischen Regierungschef Zoran Zaev auf. Janew wollte sich zudem zum Unglücksort begeben. Nach Angaben von Ministerpräsident Zoran Zaev hatte der Bus ein nordmazedonisches Kennzeichen. «Wir wissen nicht, ob alle Opfer aus Nordmazedonien sind, aber wir nehmen es an», sagte Zaev dem Sender Nova TV.

Der Außenminister von Bulgarien, Svetlan Stoev, kondolierte über Twitter und versprach dem nord-mazedonischen Außenminister Bujar Osmani eine rasche Aufklärung des Unfalls. Bulgarien stünde Nord-Mazedonien in diesem schweren Moment bei.

(L'essentiel/DPA/chk/fos)

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