Badeunfall – Minister kommentieren Vorwürfe im Fall Puto G

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BadeunfallMinister kommentieren Vorwürfe im Fall Puto G

LUXEMBURG/REMICH – Nicolas Schmitt und Dan Kersch haben die als zu langsam kritisierte Rettungsaktion des ertrunkenen Rappers am Remicher See verteidigt.

Mehr als vier Monate nach dem dramatischen Tod des Rappers Puto G im Remicher See und fast drei Monate nach der eingehenden Untersuchung haben Arbeitsminister Nicolas Schmitt und Innenminister Dan Kersch die Ereignisse unter Berufung auf die laufende Untersuchung kommentiert.

Die Rettungsdienste wurden wegen zu langsamen Eingreifens kritisiert. Laut den Ministern folgten sie aber den «Regeln und vorgeschriebenen Verfahren. Die notwendigen Ressourcen für die Soforthilfe wurden umgehend bereitgestellt.» Schwieriger erscheint das Thema bei den Mitarbeitern des Badeorts, die bei der Gemeinde Schengen angestellt sind. Die Minister erklärten, dass sie in Remich «wiederholt die erforderlichen Informationen angefordert haben». Erst am 22. Oktober wurden diese übermittelt.

«Kein Gesundheitsrisiko» durch Blaualgen

Die Gemeinde rechtfertigt sich damit, dass die mit der Aufsicht beauftragten Personen «über verschiedene Diplome und Befähigungsnachweise, einschließlich des Rettungsschwimmers, und über umfangreiche Berufserfahrung verfügen». Im Falle eines Notfalls «wird das Personal angewiesen, sofort 112 zu kontaktieren». Die Familie des Rappers glaubt, dass genau das nicht sofort geschehen ist.

Die Minister haben klar gestellt, dass am Tag der Tragödie «kein Gesundheitsrisiko» durch Blaualgen bestand und es deswegen auch keinen Grund gab, das Baden zu verbieten. Die genaueren Umstände des Ertrinkens wurden jedoch nicht erwähnt, da sich die Informationen von Nicolas Schmitt und Dan Kersch auf «eine noch laufende gerichtliche Untersuchung» berufen. Die Fragen von Freunden und der Familie des Opfers sind so definitiv noch nicht beantwortet.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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