Luxemburg – Minister kündigt schärfere Alk-Kontrollen an

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LuxemburgMinister kündigt schärfere Alk-Kontrollen an

LUXEMBURG - Nach den tödlichen Unfällen auf den Straßen Luxemburgs am Wochenende kommt es zu einer Verschärfung der Alkoholkontrollen im Straßenverkehr.

Jeden Monat werden im Großherzogtum sechs Alkoholkontrollen durchgeführt.

Jeden Monat werden im Großherzogtum sechs Alkoholkontrollen durchgeführt.

Die zwei Verkehrsunfälle, bei denen am vergangenen Wochenende drei Personen ums Leben kamen, riefen zahlreiche Reaktionen hervor. In seinem Bericht über Mobilität forderte der Wirtschafts- und Sozialrat strenge Maßnahmen für die Bekämpfung der häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle. Dazu gehören überhöhte Geschwindigkeit und übermäßiger Alkoholkonsum.

Auch die Reaktionen der Behörden ließen nicht auf sich warten. Der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, François Bausch, die Polizei und der Verein «Sécurité Routière» haben tatsächlich eine neue Zielsetzung festgelegt.

Kontrollen in der Nachtzeit

Neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Alkohol am Steuer sollen demnächst getroffen werden. «Die Polizei wird mehr Alkoholkontrollen durchführen», hieß es von Paul Hammelmann, Präsident der «Sécurité Routière».

«Außerdem lege ich großen Wert darauf, das die Polizei hauptsächlich abends und nachts die Alkoholkontrollen durchführt, wenn Leute aus den Clubs kommen», betonte Bausch.

Alkohol ist nicht die einzige Ursache für Verkehrsunfälle. Die überhöhte Geschwindigkeit zählt ebenfalls zu den häufigsten Ursachen. So könnte die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Nationalstraßen von 90 auf 80 Kilometer pro Stunde eingeschränkt werden. Demnächst soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, um diese Möglichkeit zu analysieren. Laut dem Minister «soll die Geschwindigkeit nicht unbedingt auf allen Nationalstraßen begrenzt werden, sondern nur auf diejenigen, die eine hohe Unfallquote aufweisen».

(Thomas Holzer und Gaël Padiou/L'essentiel)

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