WEIHNACHTEN – Ministerin mahnt: Augen auf beim Spielzeugkauf

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WEIHNACHTENMinisterin mahnt: Augen auf beim Spielzeugkauf

Vorsicht bei der Auswahl von Spielwaren zu Weihnachten: Das sagt die rheinland- pfälzische Verbraucherschutzministerin Margit Conrad (SPD).

Vorsicht geboten: Bei 500 kontrollierten Spielwaren in diesem Jahr sind etwa zehn Prozent beanstandet worden.

Vorsicht geboten: Bei 500 kontrollierten Spielwaren in diesem Jahr sind etwa zehn Prozent beanstandet worden.

AFP

Zu erhöhter Vorsicht bei der Auswahl von Spielwaren für den weihnachtlichen Gabentisch hat die rheinland- pfälzische Verbraucherschutzministerin Margit Conrad (SPD) gemahnt. «Es ist allen Eltern zu empfehlen, beim Kauf von Spielzeug genau und kritisch hinzuschauen. Scharfkantige oder instabile Spielsachen können gefährlich sein, ebenso stark riechende Spielzeuge oder Dinge, die so klein sind, dass Kleinkinder sie verschlucken könnten», sagte die Ministerin laut einer Mitteilung am Donnerstag in Mainz. Bei einer schier grenzenlosen Anzahl von Produkten könnten die Aufsichtsbehörden nicht alles lückenlos überwachen.

Zehn Prozent beanstandet

Spielzeug wird nach den Angaben regelmäßig in Stichproben im Land untersucht. Die Geräteuntersuchungsstelle beim Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) überprüfe die Geräte auf mechanische und elektrische Gefahren, im Landesuntersuchungsamt (LUA) würden sie zudem auf ihren Gehalt an verbotenen Farbstoffen oder Weichmachern untersucht. Bei 500 kontrollierten Spielwaren in diesem Jahr seien etwa zehn Prozent vom LUA beanstandet worden.

Die Liste der Fehler ist vielfältig: Beispiele der vergangenen Jahre seien verbotene Weichmacher in einer Puppe, eine überhöhte Schwermetallabgabe in Zubehör für einen Kaufmannsladen oder etwa in Babyspielzeug. «Bauklötze waren nicht speichel- und schweißecht und ein Plüschpinguin enthielt allergene Dispersionsfarbstoffe», teilte das Ministerium weiter mit. Andere Gründe für eine Beanstandung seien oft leicht ablösbare Kleinteile wie etwa Augen von Teddys gewesen. Sie könnten von den Kindern versehentlich verschluckt werden.

Die Gewerbeaufsicht organisiert gerade in der Vorweihnachtszeit Überprüfungsaktionen im Handel, bei denen auch das Verkaufspersonal beraten wird. Von insgesamt 560 Spielzeugen hatten dabei in diesem Jahr 35 Produkte (6,3 Prozent) formale Mängel, bei zehn Waren (1,8 Prozent) wurden technische Mängel festgestellt.

L'essentiel Online mit dpa

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