Gesundheit in Luxemburg – Ministerium fördert Gemeinschaftspraxen

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Gesundheit in LuxemburgMinisterium fördert Gemeinschaftspraxen

LUXEMBURG - Mit mehreren Projekten will das zuständige Ministerium den Patienten einen besseren Zugang zum Gesundheitssystem verschaffen.

Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (Zweite von rechts) stellte die neuen Projekte vor.

Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (Zweite von rechts) stellte die neuen Projekte vor.

L'essentiel

Das Gesundheitswesen in Luxemburg soll patientenfreundlicher werden. Daher arbeitet die Regierung daran, «die Grundversorgung zu verbessern», wie Gesundheitsministerin Lydia Mutsch am Dienstag auf einer Pressekonferenz sagte. Ein Punkt davon ist die neue mobile Anwendung «DispoDoc». Diese bietet den Bürgern die Möglichkeit, einen Termin «in Echtzeit» mit einem Hausarzt zu vereinbaren, der zu der Zeit im Dienst sind. Dadurch sehen die Patienten zum Beispiel auch, welche Mediziner außerhalb der normalen Geschäftszeiten im Dienst sind. «Etwa 15 Ärzte haben an der Testphase teilgenommen», berichtet die LSAP-Politikerin. Weitere Informationen sollen in Kürze folgen.

Darüber hinaus gibt es derzeit ein Projekt mit Allgemeinmedizinern, die auch in Fachgebieten eingesetzt werden sollen. Gleichzeitig möchte das Ministerium die Errichtung von Gemeinschaftspraxen fördern, durch die die Öffnungszeiten verlängert werden sollen. Bislang gibt es solche Einrichtungen in Luxemburg, Esch/Alzette und Ettelbrück. Ärzte, die sich dafür entscheiden, bekommen einen Bonus von 10.000 Euro ausgeschüttet. Diese großen Praxen haben unter der Woche von 11 bis 14 Uhr sowie von 18 bis 19.30 Uhr geöffnet. Auch am Samstagmorgen ist ein Besuch ohne festen Termin möglich.

Nützliche App

Im Zuge der verschiedenen Maßnahmen soll auch die Kommunikation verbessert werden. Die App «Santé.lu» wird in den kommenden Tagen auf den Markt kommen. In dieser sind die wichtigsten Informationen des Portals www.sante.lu zusammengefasst. Darunter fallen zum Beispiel Gesundheitswarnungen, Kinderbetreuungsdienste und Notfallnummern. Daneben gibt es einige nützliche Funktionen. So können sich die User mit wenigen Clicks ihren Organspendeausweis herunterladen oder sich Grafiken zu lebensrettenden Griffen ansehen.

Ein Informationspaket zu allen Projekten wird in den kommenden Wochen auf in englischer, deutscher, französischer und portugiesischer Sprache erscheinen.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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