Examens-Skandal – Ministerium reicht Klage gegen Unbekannt ein

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Examens-SkandalMinisterium reicht Klage gegen Unbekannt ein

LUXEMBURG - Bildungsminister Claude Meisch hat den Vorfall um die Examensprüfungen als «organisiert» und «vorsätzlich» bezeichnet. Eine Klage ist eingereicht.

Bildungsminister Claude Meisch verurteilte den Examens-Skandal auf das Schärfste.

Bildungsminister Claude Meisch verurteilte den Examens-Skandal auf das Schärfste.

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«Drei Tage lang gab es im Ministerium eine interne Untersuchung, um das Ausmaß und die Herkunft des Lecks zu bestimmen», sagte Bildungsminister Claude Meisch (DP) am Donnerstag zu den kursierenden Examensfragen. Und diese paar Tage haben Früchte getragen. Laut Angaben des Ministeriums und Einsicht der Unterlagen seien die Fragebögen «absichtlich» und «systematisch» an die Eltern verschickt worden. Das Ministerium hat eine Klage gegen Unbekannt eingereicht. «Die Ergebnisse der internen Untersuchung wurden an die Justiz weitergereicht», sagt der Minister.

Meisch zeigte sich empört über den Fall: «Ich bin von der Art und Weise erschüttert. Heute Morgen bekam ich von einem Schüler aus Sassenheim eine Mail, in der er mich fragte, ob die Tests nun stattfinden oder nicht.» Das Ministerium habe nach dem momentanen Stand nicht die Absicht, die bereits absolvierten Tests zu annullieren. Es gibt aber Zusatzprüfungen in den betroffenen Fächern, deren Ergebnisse dann mit den bisherigen Prüfungen verrechnet werden. Die Extra-Runden stehen nach den Osterferien in Deutsch (24. April), Französisch (21. April) und Mathematik (23. April) an.

Für die in der kommenden Woche anstehenden Prüfungen im «production libre» werden neue Fragen aufgesetzt. Im Fach Deutsch findet die Prüfung deshalb erst am 24. März und nicht wie ursprünglich geplant am 23. März statt. Französisch wird wie angekündigt am 26. März geprüft.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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