Ladenhüter? – Miserable Prognosen für iPad-Verkäufe

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Ladenhüter?Miserable Prognosen für iPad-Verkäufe

Der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo prognostiziert einen dramatischen Einbruch bei den iPad-Verkäufen – und eine Verzögerung bei der Auslieferung des iPad Pro.

Nicht alles, was aus dem Hause Apple kommt, wird ein Selbstläufer. Während die Smartphones und Heimcomputer mit dem angebissenen Apfel wohl vor einem Rekord-Weihnachtsgeschäft stehen, scheint die Problemsparte iPad des Tech-Riesen aus Cupertino nicht vom Fleck zu kommen. Im ersten Geschäftsquartal (Juli bis September 2014) hat Apple bereits 13 Prozent weniger iPads abgesetzt als im Vorjahresquartal, in dem die Verkaufszahlen bereits stagniert hatten. Das berichtet die Tech-Site Curved.

Es scheint, als sinke die Nachfrage nach Geräten, die bezüglich Größe zwischen MacBook Air und iPhone 6 Plus positioniert sind. Dies, obwohl Apple-Chef Tim Cook dem iPad nach wie vor eine rosige Zukunft voraussagt.

Es droht das zweitschlechteste Quartalsergebnis

Ming-Chi Kuo von der thailändischen IT-Sicherheitsfirma KGI Securities hat jetzt Salz in Apples Tablet-Wunden gestreut. Der Staranalyst prognostiziert den iPad-Verkäufen für das laufende Weihnachtsquartal einen Einbruch von satten 18 Prozent. Und damit nicht genug: Für das erste Kalenderquartal 2015 (das zweite Geschäftsquartal 2015) sagt Kuo gar ein Absacken der Abverkäufe um 40 Prozent voraus.

Das würde heißen, dass Apple Anfang nächsten Jahres weniger als zehn Millionen iPads verkaufen würde, was wiederum ein Rückgang von über 54 Prozent im direkten Quartalsvergleich wäre (siehe Bildstrecke). Tritt dieses Szenario tatsächlich ein, wäre es das zweitschlechteste Quartalsergebnis im Zeitraum zwischen Januar und März seit Einführung der iPads im Jahr 2010.

Zu wenig neue Features

Kuo begründet seine Prognose mit dem Mangel an neuen Features, der «Reife des Tablet-Marktes» und eine traditionell schwache Verkaufsperiode. Ein wahres Horrorszenario zeichnet der KGI-Experte gar für das erste iPad mini, dessen Absatz er gegenüber dem Weihnachtsgeschäft um nahezu 94 Prozent einbrechen sieht.

Verzögerung beim iPad Pro?

Kuos Negativ-Voraussagen reissen nicht ab: Beim Launch des mit Spannung erwarteten iPad Pro sieht er eine weitere Verzögerung voraus. Da die Herstellung des Bildschirms Probleme mache, sei mit dem Riesen-iPad nicht vor dem zweiten Jahresquartal 2015 zu rechnen. Richtig massenmarkttauglich dürfte das 12-Zoll-iPad gar erst in der zweiten Jahreshälfte 2015 sein, so der Staranalyst.

Was denken Sie? Wird das iPad tatsächlich zwischen dem MacBook Air und dem iPhone 6 Plus «aufgerieben»? Diskutieren Sie im Talkback mit!

(L'essentiel/pst)

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